Tibiakopffraktur --> Erfahrungen mit KG, Reha etc. gesuc

Geschichten und Meinungen rund um Beinbrüche und Knieprobleme

Moderator: Andi Jacomet

Rennschnecke
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Tibiakopffraktur --> Erfahrungen mit KG, Reha etc. gesuc

Beitrag von Rennschnecke »

Hallo zusammen,

ich bin neu hier im Forum und froh, es gefunden zu haben :P

Ende April habe ich mir ebenfalls eine Tibiakopffraktur (dorsolateral rechts) zugezogen. Ganz unspektakulär ohne Sturz: unter mir ist ein Pedalo weggerutscht (eigentlich soll man damit ja Koordination, Reaktion etc. schulen). Die Scherkräfte waren für meine Knochen einfach zu groß.
Bei mir wurde eine Arthroskopie gemacht, dabei wurde das Hämatom entleert und die Impression mit einer einfachen Schraubenosteosynthese mit Unterlegscheibe quasi wieder rangezogen". Habe wohl Glück gehabt, da im Knorpel keine Stufe ist und auch sehnen- und menisimäßig laut Doc nichts defekt ist.

Nach 1 Woche postop bin ich mit minimalsten Empfehlungen aus dem Krankenhaus entlassen worden. 70° max Beugung und für 6 Wochen null Belastung und ein abnehmbares "Storchenbein". Muss man sich wie eine Art luftdurchlässigen ganz dünnen Gips vorstellen. Ist irgendeine Harzverbindung. Trage ich Nachts und tagsüber, damit ich nicht über die 70° gehen.

Zur Zeit bekomme ich 2x die Woche KG. Maximale Anzahl, was die Krankenkasse bezahlt sind 30 Behandlungen incl. 10 sog. D1.
Was habt Ihr gemacht, damit Ihr wieder fit für den Alltag und Sport geworden seid (Aquajogging, Nordic-Walking, Radfahren, Langstreckenwalking). Und wie lange muß ich mit Arbeitsunfähigkeit (Schreibtischtäterein) rechnen. Krankengeld nach 6 Wochen Lohnfortzahlung tut weh.

Über Eure Erfahrungen würde ich mich freuen. Ich wohne in Deutschland und bin "stinknormale" Kassenpatientin.

Liebe Grüße
Rennschnecke

Tanja
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Beitrag von Tanja »

Hallo Rennschnecke!

Das man sich so eine Verletzung auch durch ein Pedalo zuziehen kann, ist ja unglaublich. Die meisten meiner Bekannten schüttelten schon den Kopf, dass ich mir die Tibiakopf-Fraktur durch einen Fahrradsturz zugezogen habe. :roll:

Zu deiner Frage! Mein Unfall war am 18.07.2004 und arbeiten gehen konnte ich wieder Mitte November 2004. Bis Ende Oktober ging ich noch an zwei Krücken. Da ich als Lehrerin arbeite, war es nicht möglich früher wieder einzusteigen! Wenn du hauptsächlich sitzend am Schreibtisch tätig bist, wird es bei dir wahrscheinlich eher klappen, dass du wieder arbeiten kannst.

Ich wünsche dir eine schnelle Genesung, viel Geduld und Kraft!

Liebe Grüße!
Tanja

Rennschnecke
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Tips für REHA, KG, Krankenkassengeld etc gesucht

Beitrag von Rennschnecke »

Hallo Tanja,

vielen Dank für Deine Aufmunterung :D . Jaaa, auch mit 'nem Pedalo kann frau sich verletzen. Mein Fehler war bei dem Doppelpedalo, dass die beiden Bretter auf 1 Höhe waren -> typischer Anfängerfehler . Aber ist stand zum ersten Mal auf dem DoppelP. und mir fehlte diese Info.

Mir ist klar, dass ich viel viel Geduld benötige. Habe ich vor 3 Jahren schon mal mitgemacht, damals waren es aber "nur" 12 Wochen Krückeln (Bin damals beim laufen über 1 Wurzel gestolpert und auf die 2te mit dem Knie voll darufgefallen --> Knorpeldefekt --> Microfrakturierung. Vor dem Pedalo-Missgeschick war ich aber wieder voll fit, nur Laufen ging nicht mehr --> Walking aber optimal)

Was wurde bei Dir gemacht? OP?

Dein Unfall war Mitte Juli - Abeitsbeginn Mitte November = 16 Wochen.
Wie sah Deine KG/Reha in dieser Zeit aus?

Und ist bei Dir jetzt wieder alles 100%-ig ok? Wie lange hast Du Muskelaufbautraining gemacht und kannst Du jetzt wieder Sport treiben wie vorher? Ich freue mich über jeden Tip.

Lieben Gruß
Rennschnecke

Eliana

Tibiakopffranktur beim Spazierengehen

Beitrag von Eliana »

Hallo Rennschnecke,

auch ich hatte einen Unfall und mir eine Tibiakopffraktur zugezogen (Juli 2004, siehe Beitrag).

Im Januar 2006 wurden mir die Schrauben und Platte entfernt. Beim Laufen habe ich keine Probleme mehr, Jogging geht überhaupt nicht eher Walken auch beim Teppensteigen oder Berghoch habe ich noch Probleme.

Ich ging im November 2004 wieder arbeiten (im Büro) ich muß sagen,das lange Sitzen tat mir weh. So oft es ging habe ich mein Bein hochgelagert.
Krankengym. hatte ich 1 mal die Woche, ich bin sehr viel Fahrradgefahren und da ich einen Hund habe viel spazierengelaufen (auch mit den Krücken), Sauna und Schwimmen taten mir unheimlich gut.

Bei der letzten Kontrolle (März 2006) sagen mir die Ärzte, das Bein wird nie wieder so wie es war. Der Schaden war zu gross. Trotzdem bin ich zufrieden, wie es ist es hätte viel schlimmer kommen können.

Ich wünsche dir gute Besserung und Durchhaltevermögen.

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Andi Jacomet
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Beitrag von Andi Jacomet »

Hallo zusammen

Ich hab eure Beiträge noch ein wenig "verlinkt" - hoffe, ich hab die richtigen Beiträge erwischt. Ich kann mich Eliana nur anschliessen: Gehen OK, Joggen nicht, und bei mir ist das Problem bergab gehen. Je nach Operation war ich zuerst 50% krank geschrieben und nach etwa 3 Monaten jeweils wieder "voll fit" aufm Papier. Mein Vorteil als Webpublisher ist, dass man im Bett hochlagern und gleichzeitig mit dem Notebook arbeiten kann...

In deutschem Krankenversicherungsrecht kenne ich mich nicht aus - aber ich hab einen guten Freund (aus der Schweiz), der selbständig erwerbend ist und im Februar den Fuss gebrochen hat. Er musste 4 Wochen Karenzfrist abwarten, bis wieder Lohn kam, was seine Familie in arge Finanznöte gebracht hat. Wir haben ihm ein wenig über die Runden geholfen, wird schon wieder - aber es ist schon recht mühsam, was da auf einen zukommen kann. Darum als allgemeiner Tipp: Sowas kann jedem passieren, versichert euch lieber etwas besser als nur auf dem Minimum.

Herzlich
Andi

PS an alle: Ich freue mich, dass das Board so intensiv genutzt wird! Tipp: Wenn ihr euch als Nutzer(innen) registriert, bekommt ihr jeweils automatisch eine Nachricht, wenn jemand geantwortet hat. Vermutlich werde ich früher oder später ohnehin eine Zwangsregistrierung einführen müssen, um das Board vor Spam zu schützen (auch wenns derzeit diesbezüglich zum Glück ruhig ist).

Rennschnecke
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Es lohnt sich, dran zu bleiben!

Beitrag von Rennschnecke »

Hallo zusammen,
Andi hat mich jetzt ganz konfus gemacht. Erst einmal Danke für's Verlinken der Beiträge. Hat etwas gedauert, bis ich merkte, dass Eliana nicht Tanja ist und umgekehrt :wink:
Nach allem, was Ihr so schreibt, habe ich mit meiner Fraktur wohl noch mal Glück gehabt - 1 kleine Schraube (aber mit Unterlegscheibe!) aber alles andere wohl noch intakt.
Dass ein Knie nach einem Unfall nicht mehr so ist wie früher -- das kenne ich auch eigener Erfahrung mit meinem linken Knie.
Aber es hatte bei mir auch etwas sehr Positives: Ich sehe einige Dinge mit anderen Augen, habe neue Erfahrungen gemacht, bin auf anderes neugierig geworden und habe eine Menge lieber Menschen kennengelernt. Das alles wäre wohl nicht geschehen, wenn ich diesen doofen Unfall in 2003 nicht gehabt hätte. Alles in allem birgt ein Unglück auch ein großes Potential in sich, man mus es nur entdecken - das ist wohl die Schwierigkeit daran.
Ich bin z.B. nicht mehr traurig, dass ich nicht mehr joggen kann und "nur" noch walken/Nordic-Walken kann. Die langsamere Fortbewegung tut meinem Knie gut, ich habe viel mehr Zeit, mir meine Umwelt anzuschauen. Alles in allem --> genußvoller. Und Wettkämpfe gibt es in diesen Disziplinen genügend.
Was ich immer noch nicht weiss ist, WAS habt Ihr in Reha gemacht? Heute habe ich z.B. in der KG mit einer ganz simplen Übung den inneren Pomuskel trainiert, den ich später, bei Vollbelastung, zum Beckenaufrichten dringend benötige.
Kennt Ihr zur Muskelstärkung gute Physiobücher, die über diese Wald- und Wiesennachschlagewerke hInausgehen?

Vielen Dank für Eure Antworten bisher. ich wünsche Euch einen schönen Sommeranfang; auch wenn es sich in BaWü anfühlt wie Anfang März - kalt und nass.
Liebe Grüße Rennschnecke
@Andi, ich bin angemeldet und finde die Info über Neue Postings per E-mail sehr komfortabel- Danke!

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nicole.freiburg
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Beitrag von nicole.freiburg »

Hallo liebe Leidensgenossen!

Ich habe mir wegen einem Motorradunfall am 16.12.05 eine Tibiakopftrümmerfraktur zugezogen. Es dauerte 5 Tage bis man operieren konnte. Bin jetzt um 10 Schrauben und zwei Platten reicher! Insgesamt war ich bis zum 28.12.05 im Krankenhaus, was über die Weihnachtsfeiertage ganz klasse war. :(
Danach folgten bis zum 15.02. die harten Wochen an Krücken. Belastung bis maximal 20kg, die Bewegungschiene war erst auf 45 Grad eingestellt, später dann auf 90 Grad. Danach durfte ich von jetzt auf nachher voll belasten, was ich dann auch getan habe und recht schnell wieder einigermaßen auf zwei Beinen zumindest etwas laufen konnte, solange ich die Zähne zusammengebissen habe ging es dann auch ganz gut.

Seitdem 06.03.06 arbeite ich wieder, allerdings bin ich bis heute nicht so belastbar wie ich für meinen Beruf sein müsste (Bin bei der Kripo :D ). Sport ist mittlerweile ein Ding der Unmöglichkeit, bis auf Radfahren oder leichtes Crosstraining. Dinge die ich vorher gemacht habe, wie joggen, Inline-Skating oder Kickboxen sind leider nicht möglich.

Auch ist mein Bein sehr wetterfühlig. Wenn das Wetter so wie heute sehr feucht und kalt ist, läuft auch mein Bein nicht wirklich"rund". Habe immer das Gefühl, dass etwas sperrt und einen Druck auf das Kniegelenk (welches ja auch zertrümmert war) ausübt. Macht nicht wirklich Spaß und ist für einen ehemaligen Sportjunkie eine echte Belastung.

Das Metall wird eventuell schon Ende des Jahres (ein Jahr post OP) entfernt. Hoffe, dass dies unkompliziert verlaufen wird, hat da jemand Erfahrung mit?
Was mir ein wenig zu schaffen macht, sind die sehr wahrscheinlichen Spätfolgen, wie Arthrose o.ä. Mein Gelenkknorpel wurde ebenfalls schwer beschädigt. Auch meine zwei bösen Narben die sich vom Knie abwärts bis übers halbe Schienbeinziehen sind nach wie vor nicht ganz schmerzfrei und die Haut drumherum ist gefühlslos.

Naja hoffe auf ein paar weitere Erfahrungsberichte und sage dazu nur, den Kopf in den Sand stecken sollten wir auf keinen Fall...ich tu es jedenfalls nicht!

Liebe Grüße Nicole
Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag (Charlie Chaplin)

Rennschnecke
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Beitrag von Rennschnecke »

Hi Nicole,

Nein, Kopf in den Sand stecken -- tun wir nicht :D
Sag mal, Du wohnst doch in Freiburg, da sitzen doch die Experten in Sache Knorpel. Schau doch mal auch in http://www.jacomet.ch/themen/board/viewtopic.php?t=36
nach.

Wünsche Dir einen großen vollen Sack mit Geduld.

Lieben Gruß
Rennschnecke

Elke
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Beitrag von Elke »

Hallo Nicole,

du durftest ja 'sehr früh' wieder die Krücken wegstellen, ich darf nach 6 Wochen erst 20 kg belasten (da bin ich jetzt) und erst nach 3 Monaten anfangen zu gehen.
Dafür darf ich gleich Anwinkeln so weit es geht. Mit Schmerzen schaffe ich inzwischen 110°.
Jeder Arzt hat wohl seine eigene Theorie...

Ja, die potenziellen Spätfolgen machen mir auch zu schaffen, zum einen die Frage, was wird überhaupt noch möglich sein (ich bin passionierte Bergsportlerin und würde ohne Skifahren und Bergsteigen wahnsinnig werden) und eben auch die Arthrosegefahr. Zumal bei mir nicht perfekt operiert wurde und eine Stufe zurück geblieben ist.
Mal denke ich, klar, im Herbst fängst du an zu klettern und an anderen Tagen frage ich mich, ob ich überhaupt noch schmerzfrei Treppen steigen werde.

Wichtig ist wahrscheinlich, die Hoffnung nicht aufzugeben, alles dafür zu tun und viel zu trainieren.

Ich wünsche dir jedenfalls viel Kraft und alles Liebe, wir schaffen das schon!
Elke

Claudia

an all die tapferen Tibia-Mädels

Beitrag von Claudia »

Ich kann mich dem Kommentar von Nicole aus Freiburg anschließen - bei mir exakt das gleiche. Ich hatte die Auflage 6 Wochen ohne Belastung und mit 30 ° + Schiene umherzustöckeln - dann nach befriedigendem Röntgenbild 20 kg und jede Woche ca. 10-15 kg mehr. Nach der 10. Woche dann Vollbelastung und jetzt nach 22 Wochen laufe ich ohne Angst und sogar schon mit Gepäck - aber man sieht es mir noch ziemlich an (humpeln) - weniger wegen Schmerzen, eher aus Gewohnheit. Mein einziger Sport: Ergometer zuhause vorm Fernseher, danach gehts besser, quasi wie geschmiert.

Die Narbe sieht gut aus, die Haut drumrum ist immer noch taub aber das Innenleben regt sich allmählich. Die Streckung macht noch Probleme, da sich offensichtlich einige Sehnen und Bänder in der Kniekehle verkürzt haben, aber die KG gibt sich Mühe mich an meine Grenzen zu treiben (gehe ich immernoch 2-3 mal die Woche hin; habe innerhalb von 5 Monaten nun 50 Termine gehabt, bin allerdings privat versichert, weiß nicht ob das bei gesetzl. Versicherten anders ist). In 2 Wochen gehe ich zum Kniespezialisten nach Pforzheim (Arkus-Klinik) um mal die Sache mit dem fehlenden Kreuzband zu besprechen.

Habe 9 Schrauben/Nägel im Schienenbein - mal sehen was der Metalldetektor am Sonntag im Flughafen dazu sagen wird. Mache URLAUB! Und das obwohl ich in diesem Jahr schon 13 Wochen zu 100% krankgeschrieben war, tatsächlich hat man auch für diese Zeit Urlaubsanspruch - komisches Land! :roll: . Ich hoffe meine Mega-Narbe am Schienbein reicht als Erklärung aus, das (zum Glück sehr gute, stufenlose Rötgenbild) wollte ich nämlich nicht mitnehmen.
Im warmen Spanien geht`s dem Knie hoffentlich besser, das naßkalte Wetter mag mein Bein nämlich überhaupt nicht.

Melde mich wieder wenn ich zurück bin, Euch (Mädels, und natürlich auch Jungs :wink: ) gute Fortschritte und Kopf hoch!

Claudia

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nicole.freiburg
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Beitrag von nicole.freiburg »

Hallo zusammen!

Momentan geht es meinem Bein recht gut. Das Wetter ist schön warm und ich spüre derzeit eigentlich kaum was. Kann auch Sandalen mit Absätzen tragen (recht kurze Absätze natürlich :) ).

Treppen runter gehen bereitet mir noch immer Probleme, hoch ist es weniger das Problem, aber runter ist irgendwie blöd. So ist es auch beim spazierengehen (soll ich viel, wegen der Arthrosevorbeugung)...

Gucke als immer noch im Internet nach Bildern von anderen Tibiaköpflern, und mir ist aufgefallen, dass alle immer nur eine, wenn auch lange Narbe haben. Ich hab aber zwei *schluchz*. Eine auf der linken Seite vom Schienbein ca. 23 cm lang und eine auf der anderen Seite, etwa 10 cm lang. Sie verheilen recht gut, das Narbengewebe wird aber langsam sehr fest und auch etwas dick (wulstig sozusagen), obwohl ich eine spezielle Narbenpflegecreme besitze. Andererseits werden die Narben sowieso bei der Metallentfernung geöffnet, da hilft wahrscheinlich alle Pflege nicht. Aber ich gehe recht selbstbewusst mit den blöden Dingern um und trage auch Röcke, selbst wenn der eine oder andere auf der Straße mich manchmal ein wenig mitleidig ansieht (aber: man bekommt dann auf jedenfall einen Platz in der Bahn angeboten :-D)

Liebe Claudia, mich würde ja mal wirklich interessieren, was der Metalldetektor am Flughafen "gesagt" hat! Wollte das schon lange mal ausprobieren aber bislang kam ich noch nicht dazu!

Zu dir Elke, hoffe das es bei dir mittlerweile auch besser läuft. Bei mir hieß es damals auch ich würde mind. drei Monate an den Krücken gehen und dann waren es doch"nur" zwei. Aber man muss dazu sagen, dass viele, obwohl sie wieder voll belasten dürften, das Bein erst langsam an die Mehrbelastung gewöhnen. Ich hatte darauf allerdings, keine Lust und bin dann halt gleich voll drauf gestanden, und nach zwei Tagen, wenn auch nicht ganz schmerzfrei und auch hinkend, wieder gelaufen.

Hoffe bei euch allen gibt es jeden Tag neue Fortschritte, bin zumindest auf weitere Erfahrungsberichte gespannt!

Liebe Grüße, Nicole
Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag (Charlie Chaplin)

Claudia Schlittenkönigin
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Beitrag von Claudia Schlittenkönigin »

Hallo Nicole,

Du schreibst immer wieder Dinge , die ich zu 100% unterschreiben kann, z.B. das mit dem kniebeeinträchtigenden naßkalten Wetter (das wir im Oberrrheintal natürlich weniger kennen als unsere Leidensgenossen in manch anderen Regionen 8) )

Treppen runter gehen kann ich auch noch nicht normal (was in den Metrostationen in Barcelona für mich sehr hinderlich war und für die gehetzte Menschen um mich herum eine ordentliche Geduldsprobe darstellte).

Die 23 cm lange Narbe habe ich nur rechts außen - die 2. blieb mir erspart, Dir dennoch zum Trost: dafür ernte ich die gleichen mitleidigen Blicke obwohl meine Narbe wirklich tiptop aussieht (ohne Narbensalbe - habe nur mit Olivenöl gearbeitet - war ein Tipp von meiner Krankengymnastin).

Hier noch zu Deiner Frage: Das mit dem Metalldetekor im Flughafen war eine große Überraschung - kein einziger Pieps; weder hin noch rück (muss beim Doc doch mal bei Gelegenheit nachfragen welche Legierung da verarbeitet wurde - offensichtlich kein Stahl). Also wenn Du von Baden-Baden aus fliegst, was entfernungstechnisch ja nicht auszuschließen sein dürfte - no problem :roll:

Bleibe mutig - bei der Sommermode und auch beim Urlaubbuchen!

Lieben Gruß
Claudia

PS: barfuß im Sand, flanieren in Zehenschlappen und gegen starke Wellen ins Meer marschieren -> mal eine ganz neue Art der KG...
"Aushalten tut kriegen" (meine Oma)

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Andi Jacomet
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Beitrag von Andi Jacomet »

Das hört sich doch alles recht positiv an bei euch Mädels, gratuliere :)

Thema Narbe: Es gibt offenbar wirklich Ärzte, die bessere und solche die schlechtere Narben "machen". Meine Narben waren teils schon 4x an der gleichen Stelle offen, sieht dennoch nicht allzu übel aus. Ich hab zwar als Nichtbeinerasierer wohl gewisse Vorteile - hatte aber auch als "noch Unversehrter" nie Probleme mit Frauen, die ihre Narben offen zeigen, falls euch falls beruhigen sollte... bitte weiterhin sorgenfrei Röcke tragen! :lol:

Wichtig ist, die Narben vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Also immer Faktor 30+ rund um die Narben auftragen im Sommer...

Thema Metalldetektor: Ich war etliche Male mit Schrauben (z.B. dieser Garnitur) und Platten fliegen, selbst ins Amiland nach 9/11, und hatte nie die geringsten Probleme... seltsam. Titan reagiert offenbar nicht, wie hier nachzulesen ist. Allerdings hatte ich auch schon Stahlschrauben drin, die lösten auch kein nervöses Piepsen aus. Nun ja: Ich hab immer ein Röntgenbild dabei, man weiss ja nie.

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nicole.freiburg
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Beitrag von nicole.freiburg »

Hallo ihr Lieben!

Eure Beiträge zu lesen macht immer wieder Mut. War unlängst am überlegen ob ich nun doch mal wieder als Sozius Motorrad fahren gehe, aber ich konnte mich noch nicht überwinden.
Poste mal ein hier zwei Bildchen von meinem Bein, würde mich auch mal interessieren, wie es bei anderen Betroffenen heute aussieht.

Bild

das war drei Tage nach der OP

Bild

und das war nach dem Fäden ziehen... aktuell sieht es besser aus, aber ich hab hier auf dem Dienstrechner nicht mehr Bilder, stelle aber vielleicht mal neue ein!

Liebe Grüße Nicole
Zuletzt geändert von nicole.freiburg am Do Jun 29, 2006 9:15 am, insgesamt 1-mal geändert.
Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag (Charlie Chaplin)

Elke
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Beitrag von Elke »

Hallo die Damen (und natürlich Andi),

leider habe ich keine Bilder nach der OP gemacht, werde mal aktuelle Fotos machen und einstellen.

Meine Narbe sah erst gut aus, wird jetzt aber wulstig. Aber das wird schon.
Mehr ärgere ich mich über die Stufe in der Gelenkfläche, die während der OP nicht beseitigt wurde.
Vor der OP hieß es, das muss auf jeden Fall operiert werden, nach der OP hieß es, na ja, sind ja nur 2mm... Es ist sehr frustrierend, weil die Röntgen-Bilder vor und nach OP fast identisch aussehen, so dass die OP eher umsonst war. Und die Schmerzen nach der OP waren um ein Vielfaches schlimmer als nach dem Bruch.
Und mein Bein war geschwollen wie ein Elefantenbein.

Dagegen sieht deines, Nicole, echt klasse aus. Fast keine Schwellung, oder täuscht das? Und die Narben sehen doch auch recht ordentlich aus!
Und warum hast du zwei Schnitte? Waren die Bänder auch betroffen?
Auf jeden Fall ist deine Bein-Model-Karriere den Bildern nach zu urteilen noch nicht vorbei! :D

Liebe Grüße
Elke

@Claudia:
Eine KG wie in deinem Urlaub wünsche ich mir auch! :)

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