Meine Geduld ist bald zu Ende

Geschichten und Meinungen rund um Beinbrüche und Knieprobleme

Moderator: Andi Jacomet

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Andrea
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Meine Geduld ist bald zu Ende

Beitrag von Andrea »

Esist doch ein "kleiner" Trost, dass andere nach ihrem Bruch ähnliche Probleme haben. Ich habe mir am 18.04.06 beim Sprung vom Pferd eine Tibiaimpressionsfraktur und ein kaputtes Schienbein am rechten Bein zugezogen. Kreuzband und Meniskus waren auch kaputt. Dieser Schmerz sitzt mir immer noch in den Knochen. Das ganze wurde dann am nächsten Tag oerativ mit Platte und 5 Schrauben versorgt. Nach 8 Wochen im Rollstuhl durfte ich dann langsam anfangen zu belasten. Nur, mein Bein ließ sich nicht mehr Strecken, max bis20 Grad noch mehr als 70 Grad beugen. Ichhatte dann fast täglich Krankengymnastik, aber alles was passierte war, dass mein Bein immer x-iger aussah. Dasheißt die Achse überhaupt nicht mehr stimmte. Jetzt habe ich einen anderen Arzt aufgesucht um das Metall entfernen zu lassen. Bei der OP stellten sie fest das der Meniskus total kaputt war und sich eine Arthrofibrose gebildet hat. Jetzt geht also alles wieder von vorne los.
Zuletzt geändert von Andrea am Mo Okt 23, 2006 4:50 pm, insgesamt 1-mal geändert.

Elke
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Beitrag von Elke »

Liebe Andrea,
das hört sich ja nicht so schön an, ich kann mir vorstellen wie es dir jetzt gehen muss.
Bei mir ist der Unfall ein halbes Jahr her, und das Knie wird ganz langsam besser. Meine Achse ist zum Glück in Ordnung und die Entwicklung ist zur Zeit noch normal.
Bei der OP ist allerdings irgendwas mit meiner Kniekehle schief gegangen und es ist schon die Rede von einer neuen OP, da nicht ganz klar ist, was da passiert ist und woher die Probleme kommen. Und wenn ich mir vorstelle, dass alles wieder von vorne los gehen soll, werde ich auch ganz deprimiert, zumal ja auch immer die Unsicherheit da ist, ob alles klappt und ob es danach besser ist.
Ich habe allerdings noch die Hoffnung, dass sich die Probleme noch bessern, der Arzt meinte, er würde in meinem Fall frühestens nach einem Jahr eine erneute OP andenken.

Was muss denn bei dir jetzt gemacht werden? Und darfst du das Bein danach wieder so lange nicht belasten?
Oder kann das noch konservativ behandelt werden?
Aber vielleicht geht es dir nach einer weiteren Behandlung ja wirklich besser.
Ein Bekannter hatte nach einer OP wg. Bänderrriss auch ein ziemlich 'verklebtes' Gelenk und durch eine weitere OP wurde es wirklich viel besser und er hat heute ziemlich wenig Probleme. Das ist natürlich nicht mit deiner Verletzung zu vergleichen, ich wollte damit nur sagen, dass eine weitere OP die Situation auch wirklich verbessern kann.

Ich drück dir die Daumen!
Elke

Andrea
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Beitrag von Andrea »

Hallo Elke,
danke für deine liebe Antwort. Mein Unfall ist auch erst ein halbes Jahr her, es war April 2006, ich habe glaube ich, 05 geschrieben. Sorry!
Also ich kann mein Bein jetzt nach der letzten OP vor zwei Wochen mit 15 kg belasten. Insofern ist also schon eine Besserung eingetreten. Ich verstehe nur nicht wie der Meniskus wieder kaputtgegangen ist. angeblich wurde er bei der ersten OP gemacht.
Da bin ich also ein halbes Jahr mit einem kaputten Meniskus herumgelaufen und bekam gesagt ich mache zu wenig Gymnastik!
Nun ja, jedenfalls kann ich mein Bein jetzt besser strecken und beugen, nur leider nicht schmerzfrei. Es knirscht außerdem ganz grässlich. Gut ist, dass ich nun kein Metall mehr im Bein habe. Das hat mich sehr gestört da das Bein oft über dem Metall unangenehm warm wurde.
Ab morgen gehe ich in die ambulante Reha und mache eine EPA = erweiterte ambulante Physiotherapie. Jeden zweiten Tag 3 - 5 Stunden Physio, bin gespannt. Gut dass es so etwas gibt und vor allem dass die Krankenkasse dafür aufkommt. Ich weiß nur noch nicht wie ich dies zeitmäßig mit meiner Arbeit hinbekomme.
Wie ist denn dein Unfall passiert? Ich kann mir nicht vorstellen was mit deiner Kniekehle passiert ist. Die Bänder verkürzen ja ziemlich wenn das Bein nicht gestreckt werden kann, aber Porbleme in der Kniekehle nach der OP - ist schon merkwürdig -. Wurde dir denn gesagt was in einem Jahr operiert werden soll? Wenn ich mir vorstelle ein Jahr zu warten und Schmerzen zu haben ... Nein danke! Vielleicht lässt du noch mal einen anderen Arzt drauf sehen.
Wie ist das bei dir mit Physiotherapie?

Erst mal liebe Grüße bis bald
Andrea

Elke hat geschrieben:Liebe Andrea,
das hört sich ja nicht so schön an, ich kann mir vorstellen wie es dir jetzt gehen muss.
Bei mir ist der Unfall ein halbes Jahr her, und das Knie wird ganz langsam besser. Meine Achse ist zum Glück in Ordnung und die Entwicklung ist zur Zeit noch normal.
Bei der OP ist allerdings irgendwas mit meiner Kniekehle schief gegangen und es ist schon die Rede von einer neuen OP, da nicht ganz klar ist, was da passiert ist und woher die Probleme kommen. Und wenn ich mir vorstelle, dass alles wieder von vorne los gehen soll, werde ich auch ganz deprimiert, zumal ja auch immer die Unsicherheit da ist, ob alles klappt und ob es danach besser ist.
Ich habe allerdings noch die Hoffnung, dass sich die Probleme noch bessern, der Arzt meinte, er würde in meinem Fall frühestens nach einem Jahr eine erneute OP andenken.

Was muss denn bei dir jetzt gemacht werden? Und darfst du das Bein danach wieder so lange nicht belasten?
Oder kann das noch konservativ behandelt werden?
Aber vielleicht geht es dir nach einer weiteren Behandlung ja wirklich besser.
Ein Bekannter hatte nach einer OP wg. Bänderrriss auch ein ziemlich 'verklebtes' Gelenk und durch eine weitere OP wurde es wirklich viel besser und er hat heute ziemlich wenig Probleme. Das ist natürlich nicht mit deiner Verletzung zu vergleichen, ich wollte damit nur sagen, dass eine weitere OP die Situation auch wirklich verbessern kann.

Ich drück dir die Daumen!
Elke

Speedy
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Beitrag von Speedy »

Hallo Andrea, schön zu wissen, das ich nicht die einzige mit einem Reitunfall bin. Schade aber auch, das es Dich erwischt hat.
Das hört sich ja so gar kein bißchen nett an, was Dir so passiert ist. Auch ausgesprochen ärgerlich, dass das mit dem Meniskus so spät festgestellt wurde und Dir immer nur unterstellt wurde Du würdest nicht genug üben. Diese dämliche Knirscherei im Knie wird Dich wohl auch noch eine ganze Zeit begleiten. Das ist aber etwas, was einen nicht mehr so stört wenn die Schmerzen in der Bewegung weniger werden, die Knirscherei wird auch irgendwann besser.
Die EPA wird Dir da auf jeden Fall weiter helfen. Ich bin mir da ziemlich sicher, daß Du anschließend Dein Bein besser und auch schmerzärmer bewegen kannst. Physiotherapie bringt immer wesentlich mehr als manche Leute denken.
Ich drücke Dir jedenfalls die Daumen, das Du bald wieder so fit genug bist um wieder reiten zu können.
Gute Besserung und viel Erfolg
Gruß Speedy

Elke
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Beitrag von Elke »

Hallo Andrea,

das Knirschen kenne ich auch. Es verursacht zwar keine Schmerzen, aber ich kann das Geräusch nicht hören und spreche oder singe laut, wenn ich Übungen mache, bei denen das Knirschen entsteht.

Mein Unfall ist durch eine heftige Stauchung beim Skifahren passiert. Was mit meiner Kniekehle passiert ist, weiß leider niemand so genau. Nach der OP hatte ich einen heftigen Bluterguss an einer Sehne in der Kniekehle und von Anfang an Schmerzen an der Stelle beim Knicken. Ich dachte, dass sich das Problem lösen wird, wenn der Bluterguss verschwindet, aber leider tut die Sehne immer noch weh, zusätzlich habe ich eine leichte Schwellung unterhalb des Knies, auch da ziehen die Schmerzen lang. Vor einer OP würde wohl erst einmal ein MRT gemacht werden, um eine evtl. Schädigung festzustellen. Aber ich habe ja immer noch Hoffnung, dass sich das Problem irgendwann löst. Die Ärzte meinten unabhängig voneinander, dass geschädigtes Gewebe oft monatelang benötigt, um sich zu regenerieren.

Schön, dass es dir ein bisschen besser geht, als vor der OP.
Ich kann speedy nur zustimmen, ich denke, durch Übung kann man viel erreichen, zumindest, wenn nicht wie bei dir ein vorhandener Schaden übersehen wurde.
Ich merke nur auch bei mir, dass wirklich viel Geduld nötig ist, bis sich etwas bessert. Und manchmal bin ich schon deprimiert, dass alles so langsam voran geht und eben auch immer noch weh tut.
Für mein Umfeld ist das Thema auch eher schon 'abgehakt', schließlich war es ja 'nur' ein Bruch, und es ist wohl für andere nicht wirklich nachvollziehbar, dass diese Verletzung irgendwie anders ist und warum man immer noch 'rumjammert'.

Ich beneide dich um die Metallentfernung, bei mir soll es noch ein Weilchen drin bleiben. Hast du es wegen deiner Probleme so früh entfernt bekommen?
Ich drücke dir für die Reha jedenfalls die Daumen, ich kann mir vorstellen, dass dieses Training über mehrere Stunden täglich viel bringen wird.

Liebe Grüße,
Elke

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Andi Jacomet
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Beitrag von Andi Jacomet »

Bei mir gehts nun noch etwa ein halbes Jahr bis zur Metallentfernung, ich freu mich auch schon drauf... seit etwa 4 Wochen spüre ich die Platte mehr als auch schon. Zeitweise ein Ziehen, teils leicht schmerzhaft. Zuerst will ich nun aber die Skisaison geniessen! Das wird schon gehen...

Zum Knirschen: Ich muss leider sagen, dass es bei mir unmittelbar nach den beiden Gelenktoiletten kurz "ruhig" war im Knie - das Knirschen und Knarren kam aber schnell wieder zurück, sobald ich das Gelenk belastet habe. Ich musste mich wohl oder übel dran gewöhnen. Wenns still ist, z.B. am Morgen in der Wohnung, ist das Knacken bei jedem Schritt aber nicht wegzudenken. Meisten schaff ichs aber, es "auszublenden", zumal es nur selten schmerzt, sondern bloss knackst.

Derzeit fühlt sich das Knie also nicht besonders cool an - aber auch nicht horroemässig. Es ging schon besser, es war schon schlimmer. Ich dachte, die Achsenkorrektur würde mehr bewirken - doch was soll's. Mal schauen, wie Skifahren läuft. Ende November sollte es soweit sein.

Andrea
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Beitrag von Andrea »

Hallöchen,

ist ein gutes Gefühl kein Metall mehr im Bein zu haben. Es stört doch gewaltig. Nach nur 5 Monaten hält auch die Spongiose im Tibiakopf gut, nur ist jetzt der Meniskus ein Problem. Er hat nach der letzten OP ganze 3 Wochen gehalten!
Ich bin total enttäuscht! Mein Doc aber auch!
Als dieser mir sagte die Gehhilfe kann weg war ich happy - für ungefähr 6 Stunden und ca 10 simplen Treppenstufen.
Dann gab es einen kurzen und heftigen Schmerz und das Bein blockierte.

Am nächsten Tag stellte man fest, das der gerade geflickte Meniskus wieder aus dem Gelenk geflutscht ist.
Jetzt soll er nächste Woche ganz entfernt werden, da er zu kaputt ist um noch einmal repariert zu werden.
Da jetzt athroskopisch operiert werde soll hat mir der Arzt eine spinale Anästhesie vorgeschlagen. Ich muss gestehen ich habe ziemlich Angst davor. Hat jemand damit Erfahrungen gemacht? Ich lasse mich ja dann vielleicht überreden, es soll ja schonender sein als eine Vollnarkose.
Liebe Grüße



Hat jemand Erfahrung wie es ist ohne Außenmeniskus???
Ich habe mal gehört es gibt die Möglichkeit ein Transplantat einzusetzen, bei meiner Suche im Netz habe ich aber noch nichts konkretes gefunden.
Vielleicht hat jemand eine Idee wo ich Informationen bekommen kann.

Tanja
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Beitrag von Tanja »

Hallo Andrea!

Ich habe mir das Metall unter Spinalanästhesie entfernen lassen und auch hier darüber berichtet (Metallenfernung unter Spinalanästhesie). Schlecht war mir sowohl nach der Vollnarkose als auch nach der Spinal-Narkose. Positiv an der Spinalanästhesie ist aber, dass der Schmerz noch nach der OP einige Zeit ausgeschaltet ist und man dadurch weniger Schmerzmittel benötigt. Etwas unangenehm war es zwar, einige Zeit auf das Gefühl in den Beinen und Füßen warten zu müssen, aber letztlich würde ich diese Art der Narkose jederzeit wieder machen, da sie ja nun auch für den Kreislauf nicht so belastend ist und auch eine Intubation dabei entfällt.

Alles Gute und liebe Grüße!

Tanja

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Andi Jacomet
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Beitrag von Andi Jacomet »

Das mit der Narkose ist wohl Geschmackssache... ich hab immer die Vollnarkose gewählt, nach dem Motto "ruhig einpennen, und wenn ich wieder aufwache, ist alles vorüber". Ich finde die Vorstellung, dass mir jemand im Rückenmark herumgrübelt, fast unheimlicher als die Tatsache, intubiert zu werden usw.

Gegen Übelkeit bestelle ich bei Narkosearzt schon im Voraus ne tüchtige Ladung Navoban - langsam hab ich das gut draussen :) Zumindest bei mir wirkt das Wunder. Ich bin dann nur noch einige Stunden vergesslich und müde, aber es ist mir kaum übel.

Bei der Metallentfernung erwäge ich allerdings ernsthaft eine Spinalanästhesie. Mal schauen.

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