Tibiakopffraktur Skisturz – Weiterbehandlung / Reha?

Geschichten und Meinungen rund um Beinbrüche und Knieprobleme

Moderator: Andi Jacomet

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sofi
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Tibiakopffraktur Skisturz – Weiterbehandlung / Reha?

Beitrag von sofi »

Heihei,

ich habe das Forum tatsächlich erst heute entdeckte & mich etwas eingelesen – scheint hier ja viele "Experten" zu geben :)
Ich bin 23 Jahre alt & eigentlich recht passionierte Skifahrerin – leider habe ich mir am 11.03. bei einem sehr dummen Sturz bei nicht ganz so feinen Bedingungen eine Tibiakopffraktur (Impressionsfraktur) am linken Knie zugezogen.
Operiert wurde ich noch am selben Tag, habe nun eine Platte und Schrauben. Im KH war ich coronabedingt – also nicht selbst betroffen, sondern um rasch über die Grenze zu kommen – nur 4 Tage, seitdem habe ich zweimal die Woche Physio. Aktuell bin ich bei 50kg-Belastung, am 18. Mai hoffe ich auf Vollbelastung mit Stützen, der Orthopäde ist mit meiner Heilung wohl recht zufrieden. Schmerzen habe ich nur selten, das "Gehen" passt soweit meist, nur über die 90 Grad hinaus dehnen schmerzt; eine Motorschiene habe ich seit dem Klinikum nicht mehr gesehen.
TK & Orthopäde sehen beide jeweils eher den anderen verantwortlich, was die Entscheidung zu einer Reha betrifft; den Antrag könnte ich wohl zumindest mal stellen. Ansonsten habe ich der 18er-Regel nach noch sieben Mal Physio und weiß nicht ganz, wie es danach weitergeht. Wie lief / läuft das bei euch so? Vielleicht ist eine Reha ja gar nicht nötig – dann aber eventuell Reha-Sport oder doch noch mehr Physio? Die Vorstellung, in drei Wochen ganz auf mich allein gestellt zu sein, finde ich doch etwas seltsam, obwohl ich einige Übungen gern auch zu Hause mache...

Würde mich über eine Einschätzung / Erfahrungsberichte in Sachen "weitere Behandlung" freuen!

Liebe Grüße,
Sofi

ikki
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Re: Tibiakopffraktur Skisturz – Weiterbehandlung / Reha?

Beitrag von ikki »

Hey Sofi,

ich würde auf weitere Physio bestehen wenn die Beugung noch nicht besser ist. Diese Unterstützung ist sehr wertvoll! Noch dazu bist du ja noch gar nicht in Vollbelastung. Bei Vollbelastung musst du richtig wieder gehen lernen... auch dazu bietet die Physio sehr wichtige Hilfe. Allenfalls würde es sich aber auch lohnen, die verbleibenden Behandlungen etwas zu strecken. Sprich nur noch 1 mal die Woche zu gehen, dann wären es noch 7 Wochen und Dein Training zu Hause hätte mehr "Zeit" zu wirken. Da müsstest du etwas "spüren" wie es dir womit geht. Aber generell solltest du nach solch einer Verletzung schon noch Physio verordnet bekommen (rein vom Verstand her). Lebst du in Deutschland?

LG ikki

sofi
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Re: Tibiakopffraktur Skisturz – Weiterbehandlung / Reha?

Beitrag von sofi »

Hei ikki,

danke dir für die Einschätzung!! Ich frage dann zum nächsten Termin am Montag beim Orthopäden nochmal nach, wie das mit weiterer Physio aussieht... Vielleicht klappt das ja doch, ansonsten ist das mit dem zeitlich strecken sicher eine gute Idee. Ja, aktuell lebe ich in Deutschland, immerhin bis mindestens Anfang August noch :)

LG Sofi

Limone
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Re: Tibiakopffraktur Skisturz – Weiterbehandlung / Reha?

Beitrag von Limone »

Hallo Sofi,

Ich habe jetzt gelernt, dass nach dem 6. Rezept für das nächste ein Antrag Des Hausarztes/Orthopäden an die Krankenkasse
Gemacht werden muss. Wenn das genehmigt wird, kann sehr viel länger und einfacher für den Arzt Folgerezepte ausgestellt werden.
Mir fällt bloß der Fachbegriff nicht ein. Das brauche ich beim nächsten Rezept selbst. Verordnung ausserhalb des Regelfalls o.ä.
Reha würde ich jetzt auch beantragen, Du bist ja fast wieder in Vollbelastung. Reha geht auch ambulant, wenn man nicht stationär gehen will. Und jetzt gehen trotz Corona langsam wieder Rehas hat mir diese Woche der Orthopäde gesagt.

Bei 90 Grad ist noch viel Luft nach oben.
Ich konnte erst wieder auf meinem Richtigen Fahrrad fahren mit 110/120 Grad (das hängt aber auch von Deinem Fahrradrahmen, Schuhabsatz, Sattel, Beinlänge ab). Und Fahrradfahren geht von der Belastung und Bewegung sehr schnell wieder. Geht bei mir besser als Laufen. Es gibt ja auch noch Ergometer und Minibikes. Da kann man ggf. schon mit geringerem Beugungsgrad.

Alles Gute und Liebe Grüße

Limone

sofi
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Re: Tibiakopffraktur Skisturz – Weiterbehandlung / Reha?

Beitrag von sofi »

Hei Limone,

lieben Dank für deine Nachricht!
Das mit dem speziellen Nachtrag für Folgerezepte klingt ja spannend, darauf werde ich meinen Orthopäden heute mal ansprechen. Mit der Reha habe ich es nun erstmal über den Rentenversicherer versucht, wobei wir das wohl heute auch noch einmal besprechen. Dass das mit den Coronaeinschränkungen in der Hinsicht etwas gelockert wird, ist ja schonmal prima.

Das mit dem Fahrradfahren hört sich ja gut an. Die 90 Grad – ein bisschen mehr sind es inzwischen auch – beziehen sich bei mir auch auf die aktive Beugung, bin mir nicht sicher ob das so klar geschrieben war. Passiv / mit Anschieben auf der Tischplatte geht es, auch schmerzfrei, deutlich weiter – den Winkel kann ich da ohne Motorschiene eben nicht so ganz bestimmen. Wollte meinen Orthopäden da aber heute ebenfalls mal nach seiner Einschätzung fragen...

Danke, dir auch weiterhin alles Gute und liebe Grüße,
Sofi

Limone
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Re: Tibiakopffraktur Skisturz – Weiterbehandlung / Reha?

Beitrag von Limone »

Hallo sofi,
Mein Antrag wurde von der Krankenkasse leider abgelehnt, mit der Begründung, dass ja laaes verheilt ist.
Ich hatte den Antrag über den Hausarzt gestellt.
Ggf wäre es über den Orthopäden besser, hat man mir jetzt auf der Reha erzählt.
Ich muss aber jetzt direkt nochmal bei der Krankenkasse anrufen und den orthopäden befragen. Auf der Reha gibt es auch noch eine Sozialpädagogik, die einen mit Nachsorge Programmen, rentenanträgen... Berät.
Vielleicht weiß sie noch was.
Ausserdem kann ggf. Ein Rezept wegen anderer Probleme ausgestellt werden, z. B. Wenn der Rücken schmerzt.
Ich bin jetzt gerade in der ambulanten Reha und selbst ein halbes Jahr nach dem Unfall bringt das enorm viel.
Danach erhalte ich über die Rentenversicherung ein Trainingsprogramm mit Namen IRENA. Da kann ich im ambulanten Reha zentrum noch einige Monate Weiter trainieren mit Unterstützung der sporttherapeuten.

Aber bis die Platten rauskommen hätte ich gerne, dass in gewissen Abständen ein Physiotherapeut Draufsicht und ggf. Fazien löst und angepasste Tipps und Übungen gibt.
Wenn ich noch mehr erfahre, dann melde ich mich.
LG limone

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