Dachte zuerst an Bindehautentzündung

Meinungen und Geschichten rund um Augenentzündungen

Moderator: Andi Jacomet

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Verena

Dachte zuerst an Bindehautentzündung

Beitrag von Verena »

Verena schrieb am 9. Februar 2002:

Es klingt vielleicht herzlos, aber ich habe mich 'gefreut', dass es Menschen gibt, die wie ich sooo lange auf die Besserung dieser verhexten Augenkrankheit warten mußten!

Ich habe mir fast zwei Wochen eingebildet, es mit einer Bindehautentzündung zu tun zu haben - bin also erst viel zu spät und dann auch gleich ins Krankenhaus gefahren (worden - sehen konnte ich wirklich nur noch unter Schmerzen). Ich bin Erzieherin und hatte an jenem Tag noch den Laternenumzug der Kinder mitgemacht, wo mir schon die ganze Zeit das Auge schmerzte, tränte und ich die Lichter der Laternen kaum aushalten konnte. Als ich dann im Krankenhaus war, wurde ich zunächst wild beschipft, wie es mir einfallen würde erst jetzt zu kommen und mußte Aufgrund der "vielen Zellen" dableiben.

Da sich auch nach zwei Tagen trotz 1/2 stündiger Tropfdosis Kortison keine Besserung einstellen wollte, bekam ich vier Tage lang Spritzen ins Auge. Das war jeden Morgen eine Zitterei: wer wird mich spritzen (denn nicht jeder war da gleichermaßen behutsam vorgegangen...) - und wann ist das endlich vorbei. Zusätzlich mußte ich weiterhin 1/2 stündlich tropfen und jeden morgen zur Visite spazieren. Nebenbei wurde ich noch im Krankenhaus den Studenten vorgestellt, und durfte in Vorlesungen meine Krankheitsymthome beschreiben - als Ratespiel für die Studenten.

Dann, an meinem 7. Tag in der Klinik - der erste Tag ohne Spritze -, begann die schwerste Nacht dort für mich. Ich bekam unsagbare Schmerzen und mußte die Schwestern bitten, mir ein Schmerzmittel zu geben. Am nächsten Tag bei der Visite stelle man fest, daß die Iritis wieder voll da war und ich ganz sicher nicht wie vorgesehen am nächsten Tag nach Hause dürfte! Die Prozedur mit den Spritzen begann also wieder und diesmal ging sie ein bißchen länger. Alles in allem verbrachte ich drei Wochen in der Augenklinik im Göttinger Klinikum und habe seither noch drei - aber wesentlich weniger starke - Regenbogenhautentzündungen hinter mich gebracht. Diesesmal bin ich früh genug zum Augenarzt gegangen und mußte auch nicht mehr ins Krankenhaus.

Der Krankenhausaufenthalt ist jetzt gut ein Jahr her und ich erinnere mich nur ungern daran. Ich rate also allen, Ihre Augen wichtiger zu nehmen als einen gewöhnlichen Schnupfen, mit dem die meisten doch öfter mal zu Arzt rennen. Wichtig ist das frühe Behandeln - und dass die Augentropfen oder Medikamente nicht frühzeitig abgesetzt werden. Ähnlich wie bei Antibiotika kann das zu noch verstärkteren Ausbruch der Krankheit führen.

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