Verletzung und Psyche

Geschichten und Meinungen rund um Beinbrüche und Knieprobleme

Moderator: Andi Jacomet

Limone
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Re: Verletzung und Psyche

Beitrag von Limone »

Hallo ikki,
Mir geht es ähnlich.
Arbeiten, zuhause Hausarbeit und die lange Anfahrt in die Firma, 45 min einfach Schläuchen das Bein.
Das Training in der nach reha geht bis zu zwei Stunden und stresst eher weniger.

Die restl. 30 Prozent lendenwirbelsäule habe ich jetzt mit liebscher bracht Youtube wegbekommen.
Ist aber noch sensibel. Die Übungen muss ich leider auch noch zweimal am Tag machen. Da ist man beschäftigt.
Psychisch geht's aber recht gut.
Möchte jetzt mal wieder bouldern gehen, Wei die Trainerin meines Sohnes wegzieht und ich bei ihr mit Mei nem Mann nochmal ein oder zwei trainerstunden mit spotten machen wollte. Sie so etwas sehr gut.
Ich wollte eigentlich noch ei. Paar Wochen warten, aber dann ist sie schon weg.

Habe eine neue Physiotherapeutin, die 12 wochen pause sind um.
Sie hat mir in der ersten Stunde nochmal eine Übung für die Vollstreckung gezeigt. Mein gelenk ist für die Streckung eigentlich frei. Aber Muskeln faszien und bänder müssen wieder trainiert werden.
Gute Nachricht.
Eigentlich ganz einfach. Mit gestrecktem bei liegen oder am Boden sitzen und nur den Oberschenkel muskel direkt am Knie anspannen und versuchen, die Kniekehle so weit wie möglich auf den Untergrund zu drücken, bis die Verse hochgeht. Alles möglichst lokal ohne weitere Oberschenkel Muskulatur oder hüfte.

Es funktioniert, ich bin aber noch schnell überlastet.
Im Stehen und sitzen ebenfalls mehrmals am Tag beide Beine in die volle Streckung bringen und anspannen.
Eine gute Woche,
Limone

ikki
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Re: Verletzung und Psyche

Beitrag von ikki »

Hi Limone,

schön von dir zu lesen! :)

meinem Knie geht es recht gut inzwischen. (hoffe es bleibt nun so) Ich konnte am Wochenende 1300 Höhenmeter wandern ohne das es danach schlechter wurde! Habe mich sehr darüber gefreut. Beim Joggen überreizt es noch leicht und auch sonst im Alltag wenn ich es eilig habe. Habe nun aber seit 1.5 Wochen Einlagen und ich muss sagen das scheint etwas zu nutzen (habe nicht daran geglaubt... Vielleicht auch nur Zufall, aber seit 1.5 Wochen ist es viel weniger gereizt, sogar nach der Wanderung war es nur minim erwärmt.)

Streckung... ja. Mein Knie ist da noch nicht so ganz frei (also komme leicht in die Überstreckung und die beschriebene Übung zur Streckung mache ich nun schon seit 5 Monaten fast täglich ;)) Ich komme so bis -2,3° Ferse hebt sich bei angezogenem Fuss ca. 2cm vom Boden ab (die rechte allerdings 5cm). Diese Überstreckung werde ich wahrscheinlich nicht mehr erreichen... wobei, wer weiss. Es wird kontinuierlich besser, einfach sehr langsam. Wundert ja auch nicht. zwischen den beiden OPs war das Knie ja fast 1 Jahr lang auf +10° blockiert... macht schon Sinn, dass es nun lange dauert bis das wieder frei wird... Verbesserte Streckung heisst bei mir aber immer auch erstmal wieder mehr Schmerzen und leichtere Reizbarkeit bei Sport und Alltag... Langer Weg aber auf dem aufsteigenden Ast :) (ich mache übrigens Dehnung fürs Knie und Faszientraining für die Beine nach Liebscher Bracht zusätzlich zur Physio... habe das Gefühl das bringt mir sehr viel! als ich damit angefangen habe ging es erstmals Aufwärts!)

Ich wünsche dir einen guten Bolder-Einstieg! Ich klettere inzwischen wieder 5c/6a und habe angefangen zum ausklettern am Ende ein paar leichte Boulder zu machen mit kontrollierten Absprung am Ende aus geringer Höhe. Es geht gut, mir ist aber schon immer noch etwas mulmig (beim Klettern nicht, ich kann inzwischen auf dem operierten Knie wieder voll aufhocken wenn ich mich gut aufgewärmt habe! Der Hammer! Hätte ich vor der 2. OP gar nicht mehr erwartet! :)

Lieber Gruss,
ikki

Limone
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Re: Verletzung und Psyche

Beitrag von Limone »

Hallo Ikki,
Das ist ja wunderbar!
Dass du wieder so mobil bist, auch beim Sport.

Ich hatte letzte Woche erhebliche Probleme mit intensiven Schmerzen, wegen Überlastung im Alltag und Arbeit.
Zwei Wochen hintereinander fünf Tage mit 1,5 Stunden Fahrt in die Firma, plus Stadtbummel, plus kinderarzt plus zwei Stunden rehatraining... war Zuviel.
Was habe ich mir nur dabei gedacht.
Nix.
Manchmal ist man so im Alltag wie früher und denkt nicht dran.
Hausarbeit muss ich auch immer noch dazuzählen, die schlaucht am meisten.
Ich konnte überhaupt nicht mehr gehen und musste seit langem wiederkühlen.
Jetzt habe ich Aber drei Wochen ohne Fahrt und eine davon frei.

Habe jetzteinen Tag absolut Pause gebraucht. Jetztgehts wieder halbwegs.

Die Streckung ist jetzt schon etwas besser. Ich bin überzeugt, dassich den Rest wieder so hinbekomme,
Wie beim gesunden Bein.

Meine Physiotherapeutin meint, ich soll mir einen Plan machen, mit verschiedenen Übungen, die ich dann nur alle zwei bis drei Tage abwechselnd mache, um Überlastung zu vermeiden und Regeneration zu ermöglichen. Und was man nicht täglich macht, das vergisst man leicht und macht Es gar nicht mehr, deshalb der Plan.

Liebscher Bracht Mache ich auch. Mit faszienkugeln für Gesäß und Hüfte.
Faszienrolle für Wade und oberschenkel und und und.

Mit der einseitigen Belastung habe ich immer mal eine andere Baustelle und manchmal gleich mehrere..., die Übungen helfen aber!!!

Wenn du jetzt noch ein bisschen dran bleibst, bekommst du den Rest streckung bestimmt auch noch hin.
Ich springe im Moment erst 50 cm auf den boden :D und auf so eine wackelplattform mit einem Bein aufkommenden balancierend.
Das hilft schon mal, um z.b. Bei Glatteis nicht mehr so wackelig zu sein.

In der herbstferienwoche möchte ich eine Stunde wandern, eine Stunde Pause und Wiedereinsetzung Stunde wandern. Habe ich jetzt noch nicht gemacht. Bin mal gespannt...
Nehme ein Mini Camping klappstühlchen mit :)

Deine Fortschritte freuen mich für Dich und machen auch mir Mut, weiter dran zu bleiben.
Lg Limone

ikki
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Re: Verletzung und Psyche

Beitrag von ikki »

Hi Limone,

Hei das ist ja doof. :( Aber ich hoffe es fängt sich wieder. Ja es ist einfach doof mit diesen immer wiederkehrenden Problemen. :(

Liebscher - Bracht - ich mache vor allem das Dehnen (konsequent an 6 Abenden pro Woche) für hinteren Oberschenkel/Kniekehle und vorderen Oberschenkel. Habe das Gefühl das das viel gebracht hat und immer noch bringt.

Übungsplan finde ich gut! Habe ich auch. Ich mache 2x pro Woche ein Training. Ich habe eine Übungsabfolge für zu Hause und eine für im Trainingsraum (dort hat es Geräte drum sind es etwas andere Übungen) meist schaffe ich es 1x pro Woche in den Trainingsraum und mache dann noch 1 grosse Runde zu Hause. Koordinationsübungen / neuromuskuläre Übungen mache ich mehrmals pro Woche zusammen mit meinen Liebscher-Bracht Dehnübungen ;) Die sind ja nicht wirklilch für die Kraft, mehr für den Kopf/Verbindugnen.

Ansonsten Kraftaufbau. Etwas mühsam langsam, bin auf einem Level auf dem es nur noch sehr langsam voran geht. Für die Koordination habe ich nun Springseil-Springen angefangen. Geht langsam auch ganz gut. Ich habe Mühe das linke Knie rasch zu bewegen. Ich bin sehr kontrolliert, denke das kommt vom Kopf noch. Es legt sich aber langsam.
Springen mache ich sonst sehr kontrollierte Sprünge auf dem Boden und schaue auf eine sehr saubere Beinachse beim Landen und auf dem Trampolin in der Physio mit unvermittelt stoppen und ausbalancieren. Das klappt inzwischen sehr gut. Höhe und Weite sind beim linken Bein aber noch deutlich schlechter.

Am Samstag war ich eine grosse Runde recht flott Joggen. Suuuper. Habe mich sehr gefreut das das Problemlos ging (gestern dann noch gewandert und es hat gut gehalten. Nach einem sehr unangenehmen, sehr steilen langen und rutschigen Abstieg allerdings schon etwas gemerkt das Knie...)

Sonst hatte ich Kontrolle letzte Woche, OK zum Skifahren bekommen und hoffe wir können auch mal gehen in diesem verrückten Winter :( (normalerweise gehen wir Skitouren das wäre sicher möglich aber ich würde das runterfahren schon gerne erstmal auf einer präparierten Piste testen... letztes Jahr ging Pistenfahren mit den Kindern ja auch, im Gelände - keine Chance!)

Ja ich denke inzwischen auch, dass ich die Streckung zumindest soweit wieder hinbekomme, dass es nicht mehr stört! Es geht echt ganz gut voran inzwischen...

Ich wünsche dir eine schöne Zeit, vor allem etwas mehr Ruhe und dann auch wieder ein Problemfreieres Knie!!
LG
Ikki

Limone
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Re: Verletzung und Psyche

Beitrag von Limone »

Hallo Ikki,

Freut mich für Dich mit dem Wandern und Joggen.
Das gibt anderen auch Hoffnung, gerade, wenn es Komplikationen gibt und alles länger dauert,
Ist es sehr hilfreich, sich mit anderen auszutauschen.
Beim vorletzten Krafttraining gingen 5min joggen auf dem Laufband, mehr nicht. Beim letzten Mal ging gar nichts.
Da wird Geduld und Psyche schon immer wieder ein wenig auf die Probe gestellt. Manchmal schleicht sich auch der
Gedanke ein, was wäre, wenn der Zustand bleibt, in dem mein Bein jetzt ist.
Aber Gott sei dank, nur manchmal.

Die Regeneration dauert auch noch lange, wenn man sich wieder ein wenig mehr gefordert hat.
Aber meine Physiotherapeutin sagt, das ist manchmal einfach so und auch wenn man mal Pause macht,
Heilt das Bein weiter, manchmal eben besser, wenn man gezielt Pause macht.
Gerade Sportler oder sportbegeisterte machen da manchmal eher Zuviel, als zu wenig...

Die Streckübung hilft deutlich und ist sehr einfach auszuführen, am besten Morgens direkt vor dem Aufstehen.
Triggerpunkte setzen von Physio auch.
Meine Fazien waren sehr verhärtet. Nach schmerzhafter Behandlung bin ich fast wie auf Wolken nach Hause gegangen.
Nach einer Woche muss da aber immer noch die Physiotherapeutin ran, dann ist alles wieder verkrampft und verhärtet.
Das Bein braucht leider immer noch Pflege. Die Physiotherapeutin meinte, das schafft man selbst eigentlich kaum, mit den Triggerpunkten, wenn es mal so schlimm ist, wie bei mir, auch nicht mit der Faszienrolle.

Die Hüfte ist noch nicht sehr stabil, da mache ich Balanceübung mit Stehen auf dem reparierten Bein und das andere angewinkelt hochziehen, ausstrecken nach vorne oder hinten, was halt geht.

Massage erhalte ich zur Zeit nicht einmal privat bezahlt, wegen des Lockdowns.
Ggf. Mit Privatrezept vom Hausarzt...
Meine Nachreha Lokation konnten mir jetzt doch noch zwei Monate Selbstzahler anbieten.
Ich hatte sorge, dass das jetzt mit LockDown nicht geht. Das war am Anfang unklar. Da musste ich dran bleiben, sonst fällt man aus dem System raus.
Mein Rehazentrum hat überwiegend mit Gelenkersatz zu tun. Da sind die Regenerationszeiten meistens sehr viel kürzer.
Nach 10 Monaten ist man bei vielen nicht mehr auf dem Schirm.

Meine neue Physiotherapeutin hat aber schon lange Erfahrung und holt mich da ab, wo ich gerade bin.
Ich freue mich schon auf das Bouldern. Ich habe entschieden, sobald es auf macht, wieder vorsichtig mit einfachen Routen anzufangen.
Ich war vorher einfach nicht so weit. Meine Physiotherapeutin ist diesbezüglich auch offen.
Am Anfang konnte ich es mir gar nicht mehr vorstellen, aber nachdem die Rückenschmerzen etc. Wieder da sind, die ich in meiner Boulderzeit nicht mehr hatte, habe ich mich langsam wieder an den Gedanken gewöhnt.

LG Limone

ikki
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Re: Verletzung und Psyche

Beitrag von ikki »

Hallo Limone!

Ach das klingt gut bei dir! Tut immer gut von dir zu lesen :)

was für Streckübungen machst du? Ich mache verschiedenste im sitzen, stehen und in Bauchlage ;) Inkl. Übungen für die Aussenrotation die nun auch langsam kommt. Aber... mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.... Na ja. Aber wenn deine gut helfen würden die mich natürlich sehr interessieren ;)

Bei mir gab es einen herben Rückschlag. Wohl zu viel gemacht. Wieder dick, schmerzhaft und überwärmt. Physio war halb verzweifelt, ich ganz ;) Aber langsam geht die Schwellung raus und es wird wieder besser beweglich. Ich hoffe, dass es dann auch langsam wieder so belastbar wird wie vorher. Was anders ist ist, dass es nun viel beweglicher ist als vorher. Da gab es einen Sprung in der Streckbarkeit... (Beugung ging schlechter die kommt nun erst langsam wieder). Insofern ist Joggen und Wandern gerade mal wieder nix (sogar beim Schwimmen Schmerzen :( ) Aber ich hoffe in 1-2 Wochen geht das dann auch wieder...

Viele Grüsse,
ikki

Limone
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Re: Verletzung und Psyche

Beitrag von Limone »

Hallo Ikki,

Das tut mir leid, ich hab mich ja jetzt schon länger nicht mehr gemeldet, ich hoffe, Dir geht es jetzt schon wieder besser.
Meine Streckübung ist sehr einfach, aber man braucht Konzentration, Achtsamkeit und Geduld. Eigenschaften, mit denen Menschen wie ich, die früher sehr viel Sport gemacht haben, meistens nicht gesegnet sind 8)

Vor dem Aufstehen im Bett komplett liegend, nur auf den unteren Kniebereich konzentrieren, Kniekehle eher zur Wade hin in die
Matratze drücken, mit dem Ziel, dass sich dann ggf. Irgendwann der Fuß vom Boden abhebt.Dabei versuchen, nur dort lokal Kraft aufzubauen und nicht mit höherem Oberschenkel, Hüfte und Lendenwirbelsäule mitzudrücken. Im Alltag beim Stehen öfter mal beide Beine durchdrücken und im Sitzen ebenso.

Jetzt in der Endphase der Streckung ist das alles sehr hilfreich. Ich weiß nicht, ob das in den Ersten Monaten nach dem Bruch das Mittel der Wahl gewesen wäre, aber jetzt anscheinend schon.

Wenn ich bei meiner Physiotherapeutin war und sie mir die Fazien frei gemacht hat, kann ich komplett durchstrecken. Im laufe der Woche verhärtet sich aber wieder alles rund ums Knie (auch Oberschenkel). Es ist aber gut zu wissen, dass es prinzipiell geht und ich nun ‚nur‘ noch mit den Faszien/Muskeln/Bänder dranbleiben muss, bis sich alles normalisiert und wieder harmoniert.

Sie hat mir gestern nochmals vermittelt, dass ich mind. Zwei einzelne Tage in der Woche komplett Pause machen soll, was Übungen und Aufbautraining angeht. Damit das Gewebe Zeit hat, zu reagieren und zu regenerieren. Auch Faszienmassage, die ich jetzt auch z.B. an den Narben selbst einmal ausgeführt habe, braucht mind. Einen Tag Erholung, also am nächsten Tag nicht gleich wieder.
Aber trotzdem dran bleiben, es dauert einfach seine Zeit, seufz.

Dick angeschwollen kenne ich, dauert dann 1-2 Tage. Leicht bis mittel geschwollen ist mein Bein abends immer. Ich hoffe, bei Dir ging das schneller. Wenn Du es nicht jetzt selbst schon machst: ggf. Mal ausprobieren mit den zwei einzelnen übungsfreien Tagen in der Woche.
Nur spazieren gehen oder leichtes Radfahren und sonst nix.

Leider wohne ich in Bayern und mein Rehazentrum hat nun auch seinen Präventivsportbereich mit Geräten schließen müssen. Es geht nur Krankengymnastik am Gerät und zwei Rezepte gleichzeitig ausstellen kann mir mein Arzt nicht. 45min fahren, um für 45 Euro pro 1 Stunde Training selbst zu zahlen... kann ich mich jetzt auch nicht überwinden (noch?)

Also geht gerade gar nichts. Ich habs mit Fahrradfahren versucht, aber ich habe mir gleich einen Zug geholt (obwohl ganz dick eingepackt, mit Maske) und eine Nasennebenhöhlenentzündung.
In anderen Bundesländern geht das teilweise noch. Bin gerade (mal wieder) frustriert...

Zuhause Muskelaufbau wird schwierig. Ich mache zwar Balanceübungungen und Dehnung, aber Muskelaufbau wird für mich auch psychisch eine neue Herausforderung. Das liegt mir nicht so.

Die Corona-Maßnahmen bringen leider auch viele Schäden mit sich. Eine Rehaärztin hat mir im Juli schon gesagt, die eine oder andere steife Schulter ist jetzt schon dabei...

Wir haben noch ein Rudergerät im Keller, das haben wir durch das Bouldern nicht mehr gebraucht. Ich muss nur meinen Mann dazu aktivieren, alleine kann ich es nicht heben. Das würde vielleicht einen guten Teil des Krafttrainings ersetzen, zweimal in der Woche, mehr mache ich dann nicht.

Liebe Grüße und gute Erholung
Limone

ikki
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Re: Verletzung und Psyche

Beitrag von ikki »

Hallo Limone,

schön, von dir zu lesen! :)

Ha ja. Diese Streckübungen kenne ich, die mache ich alle auch täglich... (und mein Fuss hebt jetzt vom Boden ab, juhee!!! aber noch nicht so weit wie der vom gesunden Bein...) Ich habe auch noch eine in Bauchlage und eine an der Wand im Stehen (was zwischen Ferse und Wand legen und dann versuchen die Wade an die Wand zu drücken. Zum Vergleich dasselbe auch mit dem gesunden Bein machen... Die finde ich noch super zum unter Belastung strecken... bei mir gibt es nämlich 3 mal Streckung mit verschiedenen Fortschritten: unbelastet passiv geht immer als erstes, unbelastet aktiv kommt danach, belastet aktiv kommt am Ende bzw. bleibt erst noch Schmerzbehaftet... Aber kann mich nicht beschweren, komme langsam sicher und unaufgewärmt auf 0°, warm sogar in die leichte Überstreckung... Und ich kann langsam wieder auf den Knien sitzen und im Schneidersitz, noch nicht mega lang aber es kommt...)
Ich massiere mein Knie selbst auch jeden Tag mit einer Massage-Creme. Nicht so ein toller Effekt wie beim Physio aber immerhin ein Effekt auf die Beweglichkeit, und ich merke eher wenn sich ein Tief ankündigt ;)

Ui also meine Tiefs dauern nicht 1-2 Tage, sie dauern 3-5 Wochen ;) Das letzte ging jetzt fast 5 Wochen. Nun bin ich so langsam wieder auf einem guten Stand, fast so gut wie vor dem Tief und langsam fange ich wieder mit Joggen und gezieltem Kraftaufbau an. Im Alltag geht jetzt wieder alles, Treppensteigen und Co machen keine Probleme mehr (war 4 Wochen lang wieder wirklch mühsam und recht Schmerzhaft sogar spazieren gehen war recht Schmerzhaft (wir haben allerdings auch überall steile Berge, geradeaus gibt es bei uns ums Haus rum nicht.)
Dafür schwillt bei mir aber nix so kurzfristig an... Morgens-Abends kaum ein Unterschied und nach langem Sitzen kurze Anlaufschwierigkeiten aber dann gut. Diese Tiefs kommen bei mir meist nachdem es viel besser wurde (beweglicher) dann wird wohl irgendwas belastet was vorher durch verklebtes Gewebe geschützt war oder so... Ja nu... ich koffe mal es wird sich noch legen und weiter aufwärts gehen...

Ich lebe ja in der Schweiz, hier gibt es nicht so viele Massnahmen, allerdings weiss ich auch nicht recht ob das so richtig ist... :(
Ich habe mir ein zu Hause Training zusammengestellt das ich 2 Abende die Woche mache (fange ich jetzt wieder an wo das Knie endlich wieder besser ist...) oder mache 1 mal das zu Hause Training, 1 mal in der Physio an den Geräten... plus endlich wieder joggen und Klettern kommt das schon ganz gut. Ich hoffe das Skifahren kann ich dieses Jahr auch noch probieren. :) letztes Jahr war ich zwar ein paar mal mit den Kindern auf der Piste aber es war doch eher Schmerzbehaftet das Ganze... ich hoffe das es dieses Jahr schon etwas besser geht (bin da aber nicht so sicher, das Skitouren drin liegen glaube ich kaum...)

Das Pausen wichtig sind ist mir bewusst. Das Dehnen mache ich aber an 6 von 7 Tagen in einer kurzen Version (Beinrückseite und vorderer Oberschenkel plus etwas Koordination / ein paar neuromuskuläre Übungen) und eben 2 mal in einer langen Version (inkl. Rücken, Arme, usw.) wenn ich das Krafttraining mache...

Liebe Grüsse,
ikki

Limone
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Re: Verletzung und Psyche

Beitrag von Limone »

Hallo Ikki,

ich wollte mich schon länger wieder melden.... :( Sorry

leider ist bei mir im Lockdown etwas die Struktur verloren gegangen.
Jetzt arbeite ich wieder nach dem Resturlaub an Weihnachten und Neujahr. Trotz der freien Zeit habe ich manche Sachen nicht mehr auf dem
Schirm gehabt.

Es geht immer noch aufwärts. Inzwischen mache ich genug Übungen zu hause. Fällt nicht mehr ganz so schwer, sich länger als 10 min
für Krankengymnastik zu motivieren, leider nur mit Medienberieselung. Kraftübungen muss ich möglichst morgens machen, abends sind sie zu schmerzhaft.
Mit Kraftübungen meine ich z.B. die Kriegerstellung im Yoga, also Ausfallschritt und in die Kniebeuge gehen, dabei den Oberkörper nicht nach vorne, sondern gerade halten. Morgens 3mal 15 kein Problem, Abends höchstens 1-2mal 10 mit Schmerzen. Einbeinig mit dem anderen Bein auf 90 Grad gehen.

Mein Rudergerät, das ich vor dem Bouldern benutzte, ist wieder einsatzbereit und ich mache 2-3 mal in der Woche 25 min. Gerade auf 35 min erhöht. Ich muss beim Steigern sehr flexibel bleiben,
da z.B. ein Waldspaziergang am Wochenende (weils mal geschneit hat) und Kraftübungen haben mich gestern überanstrengt. Daher heute eher gar nichts machen, auch wenn jetzt Rudern dran wäre...

Beim Strecken/Beugen haben wir anscheinend gerade einen ähnlichen Stand. Beugung stagniert bei mir aber. Habe mir vorgenommen, nach Liebscher Bracht 2,5 Min auf dem Bauch mit Gurt auf Schmerzgrenze 8 von 10 zu dehnen. Da nach dieser Philosopie die Dehnung mind. 2 Min andauern sollte, sonst kann man es gleich lassen. Beim Rücken Hüftbeuger hilft das schon, mal gespannt. Mit dem Fersensitz trainieren ist mir inzwischen zu schmerzhaft. Das war es vorher auch, aber ich will mir diese Schmerzen einfach nicht mehr antun.

Ich habe immer noch ein Tape, ohne bin ich viel schneller überlastet. Faszien/Narben massieren geht schon etwas, aber die Physiotherapeutin kann es viel besser und traut sich auch mehr. Da will ich demnächst noch mehr lernen. Ich weiß nicht, wie lange ich noch Physiotherapie von der Krankenkasse
bekomme.

Die Besprechung für Metallentnahme wäre am 12.01. gewesen und ist auf unbestimmte Zeit verschoben, wegen Corona. Ich soll mich anfang Februar nochmal melden.

Ich frage mal in meiner nächsten KG-Stunde, wie ich joggen vorbereiten kann. Ich kann es mir jetzt noch nicht vorstellen, 15 min zu joggen.
Aber vielleicht gibt es da ja auch Vorübungen.
So wie Du das mit aktiver Streckung usw. beschrieben hast. das geht mir ähnlich.

Skaten geht jetzt sowieso nicht, da ich in keinem Wintersportort wohne und wir zur Zeit wegen Corona nicht reisen sollen (Arbeitgeber, Quarantäne...), da würde ich auch Abfahrten erst mal vermeiden wollen, da ich noch in der Reaktion sehr unflexibel bin am Knie.Ich habe zur Zeit doch noch dadurch eine viel höhere Verletzungsgefahr. Eine Treppe 'herunterrennen' würde ich zur Zeit deshalb auch noch nicht.

Bouldern (einfache Routen, die ich mit den Armen alleine halten könnte) geht auch nicht, da wegen Corona geschlossen.

Aber trotzdem geht es mir recht gut. Als nächstes wünsche ich mir einen Termin für die Metallentnahme, auch wenn es weh tut.

Ich hoffe, Du hast zur Zeit viel Spaß im Schnee und bleibst heil.

LG limone

Bruchpilot
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Re: Verletzung und Psyche

Beitrag von Bruchpilot »

Hallo limone,
Gibt es einen Grund, warum Du das Metall unbedingt heraus haben möchtest?
Ich bin da ja nach wie vor sehr unentschlossen. Im September hatte ich einen Termin bei meinem Doc, der nur sehr ungern nochmal da ran will, weil mein durch den Unfall geschädigter Peroneus die letzte OP sehr übel genommen hat.
Seiner Ansicht nach kann das Metall drin bleiben, solange es keine Beschwerden macht.
Und da liegt bei mir eben das grosse Fragezeichen. Ich habe ja immer ein relativ starkes Druckgefühl im Gelenk, etwa so, wie ich es mir bei einem schwer gängigen Scharnier vorstellen würde.
Ob das vom Metall kommt, welches ja seit den letzten OPs oberhalb des Knies liegt, ist nicht sicher.
Vielleicht muss ich damit mit meinem Totalschadenknie auch einfach leben.....
Ich selber bin halt auch sehr unsicher und so habe ich den für Januar oder Februar angedachten OP-Termin im Oktober wieder abgesagt. Letztendlich hätten sie es momentan wohl auch selber verschoben, aber so bin ich dem zuvor gekommen.
Ich habe Bedenken vor dieser weiteren OP mit zwei langen Schnitten innen und aussen und da ich nicht wirklich sicher bin, dass sich dieses Druckgefühl dadurch verbessert, möchte ich erst mal noch abwarten......
Welchen Grund für die ME hast Du?
Liebe Grüsse,
Bruchpilot
Wenn Du fliegen willst, mußt Du das loslassen, was Dich runter zieht!

Limone
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Re: Verletzung und Psyche

Beitrag von Limone »

Hallo Bruchpilot,

ich habe mir vorgenommen, in der Mittagspause zeitnaher wieder reinzuschauen, damit ich auch zeitnaher antworte...
Nach einem CT im August hat mir der Orthopäde gesagt, dass eines der vielen gebastelten Trümmer wegsteht. Kann Beschwerden machen, muss aber nicht.
Das würde ich gleich mitmachen wollen.

1. Ich habe jetzt nach einem Jahr immer noch massive Beschwerden. Es wird zwar immer noch langsam besser, aber ich bin mir eben
sehr unsicher, was noch Faszien, Muskeln und Bänder sind und was das Metall. Bauchgefühl: das Metall ist auch mit dabei. Gerade das Knie an
der Innenseite tut bei seitlichen Bewegungen (z.B. Yogasitz) noch extrem weh. Da habe ich einfach das Gefühl, das ist auch das Metall.

Ich möchte versuchen noch ein paar Jahre Sport machen, bei dem das Bein auch seitlich beweglich sein soll, z.B. Yoga, Bouldern (weil sich mein Rücken wieder meldet und ich das damit im Griff hatte), Langlaufen (Bei Abfahrten, muss man auch seitlich beweglich sein und viel Gefühl haben, falls mal was unvorhergesehenes, wie eine Eisplatte kommt...)


2. Ich habe gesagt bekommen, dass ich ein erhöhtes Arthroserisiko habe. Ein TEP in der Zukunft ist nicht völlig ausgeschlossen. Dann sollte das Metall schon länger draussen sein (hat mir der Reha Arzt gesagt). Das würde auch für Entnahme jetzt sprechen. Ich habe zur Zeit noch sehr gute Blutwerte und kaum ein theoretisches zusätzliches Risiko für eine OP (kann trotzdem immer wieder was passieren...) In 10-20 Jahren sieht das vielleicht anders aus.

3. Es wiegt.

4. Ich musste jetzt erst mal Peroneus googlen... das habe ich nicht. Ich habe aber den kompletten Schienbeinkopf 10cm kaum Gefühl. Es schränkt mich aber glaube ich, nicht in meinen Bewegungen ein, so wie das bei Dir der Fall war. Das wird wohl nach so einer Op auch erst mal wieder schlechter, da die Nerven erneut durchtrennt werden.

5. Die zweite Platte an der Aussenseite liegt eher quer, da ist das Gewebe immer dick. Ich habe die Hoffnung, dass ohne Metall der Blutfluss eher besser ist, auch wenn dort viel Narbengewebe ist.

6.Rein theoretisch nach obigen Gesichtspunkten bei mir tendiere ich zur Metallentnahme. Ich habe natürlich auch gehörig Bammel vor dem Eingriff.
Da kann schon etwas passieren. Ich habe den Eindruck bekommen, dass die Ärzte das nicht gerne machen.

Ich habe bisher nur positive Feedbacks im Forum und auch sonst gelesen, bist Du schon auf negative Erfahrungen gestoßen?

LG Limone

ikki
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Re: Verletzung und Psyche

Beitrag von ikki »

Hallo Limone und Bruchpilot!

@Limone, haha kenne ich ich verliere langsam auch den Überblick was für ein Tag eigentlich ist. ;) Und komme zu nix und arbeite zu viel im Homeoffice. :(

Ich habe mir nun etwas strukturen geschaffen. 2x pro Woche mache ich ein grosses zu Hause Training für gut 1 Stunde. Dabei viel Rücken/Bauch/Schultern/Arme - mein Kletter-Training bei geschlossener Halle halt. Wenn das Knie gut ist auch das Knie-Training wenn es nicht gut ist passe ich es an und mache nur weniger belastende Übungen fürs Knie, aber 2x 1 Stunde ist fix. Es schwankt noch recht und Joggen musste ich wieder aufgeben im November, habe dann Weihnachten wieder angefangen aber nun kamen mir unmengen Schnee dazwischen. Die Wege sind alle etwas unwegsam geworden so bin ich im Moment eher am flott spazieren gehen, auch gut.

Ich war auch schon Ski fahren. Nach dem ersten und dem zweiten Mal hatte ich deutlich mehr Schmerzen. Dann waren wir ein 3. Mal und ich konnte erstmals den ganzen Tag fast ohne Schmerzen fahren. Was für ein Gefühl! Dannach fühlte sich das Knie belastet an und ich hatte Schmerzen beim Treppen gehen oberhalb vom Knie (mein neues Problem seit November...). ABER: nach 24h war es schon wieder so wie vor dem Skifahren, nach 2 Tagen besser als vorher. Was für ein Erfolg!!! Ich war total begeistert davon! :)

Beugung geht grade sehr gut. Ich kann auf den Fersen sitzen (zwickt ein ganz klein wenig im Gelenk aber nicht doll) und mich inzwischen nach hinten lehnen. Streckung bleibt so im leicht überstreckten Bereich, wird aber immer konstanter (also ich muss nicht mehr mobilisieren um diese Streckung zu erreichen sondern sie ist einfach immer da!) Auch der Anlaufschmerz morgens oder nach langem Sitzen ist langsam weg. Insgesamt glaube ich inzwischen es wird gut. Es braucht noch etwas Zeit, aber es wird gut werden. :)

Ich bin auch noch in der Physio und habe inzwischen ein Langzeit-Rezept bekommen. Das hilft sehr. Der Physio kann all die Strukturen, die sich immer wieder verhärten lösen und dadurch wird es schon besser. Dazu kann ich mit Verordnung auch den Trainingsraum dort nutzen. Das tut sehr gut... (ohne Verordnung ist es wegen Corona nicht mehr möglich...)

Ich wünsche euch gute Entscheidung mit der Metallentnahme! Ich bin froh, das das bei mir kein Thema ist... meine getrümmerten Knochenteile mit Kreuzband dran wurden ja nur mit Bändern fixiert. Von diesen Bändern war nichts mehr zu sehen im letzten MRI... hat der Körper wohl entsorgt... Und der Rest vom Knochenstück der noch etwas ins Gelenk steht scheint mir keine Probleme mehr zu machen. Ich hoffe das bleibt auch so. Sonst nehmen sie das Kreuzband raus, und eigentlich würde ich das doch gerne behalten ;) Und überhaupt möchte ich einfach nicht noch eine Knie-OP.... Den Unfall endlich hinter mir lassen... mein grosses Ziel für 2021. :)

Liebe Grüsse,
ikki

Limone
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Re: Verletzung und Psyche

Beitrag von Limone »

Hallo Ikki und Bruchpilot,

@ikki: ich kann bei vielem was Du schilderst, sagen. genau so ist es bei mir auch.
Mit etwas weniger Fortschritten bzw. noch nicht so weit.
Ich kann auch keine volle Stunde nur Bein machen, das wird zu viel, deshalb ggf. 3-5 mal in der Woche zwischen 10-20 Min.
Plus Rücken, Hüfte, Gesäß, ist alles schief und muss gedehnt werden oder mit Faszienrolle/Kugel frei gemacht werden.
Habe ich inzwischen alles zuhause.
Zweimal Yoga, zweimal Rudergerät... das reicht :-)
Beinübungen muss ich morgens machen, abends geht nur 20%, dann tuts sehr weh.
Die Planung, wann ich was mache ist mir manchmal zuviel. Da raucht der Kopf.
Ausserdem gibt es dann noch einen Elternabend oder einkaufen nach der Arbeit...

Mal sehen, ob ich auch eine Langzeitverordnung bekomme...
Jetzt muss ich jedes mal zum Facharzt. Wir haben eine neue Gesetzgebung.
Seit Januar ist alles anders.
Das Freimachen der Faszien brauche ich immer noch. Ich trainiere ja auch noch auf.
Ohne wird schwierig.

Fürs Joggen versuche ich jetzt möglichst täglich Vorübung zum machen, zur Zeit 3 Minuten auf der Stelle, erst beide
Beine gleichzeitig, dann abwechselnd (viel schwieriger). Nach den 3 Minuten ist die ganze Wade hart.
Es ist aber trotzdem ein gutes Gefühl, einfach mehr Dynamik.
Ich habe das Gefühl, in den nächsten Wochen wird das noch mehr.

In dieser Woche werde ich mal wieder in der Klinik anrufen...
Das mit den Bändern wusste ich gar nicht. Ich habe Schrauben drin.
Die hätte ich gerne wieder draussen.

Ich melde mich auf jeden Fall, wenn es etwas neues zu der Metallentnahme gibt.

LG Limone

ikki
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Re: Verletzung und Psyche

Beitrag von ikki »

Hallo ihr zwei,

Mein Knie nervt. Nun hab ich wieder vorne Schmerzen, ich bin langsam etwas ratlos... aber ja. Es wird ja insgesamt besser. Mit auf und abs halt. Aber nach fast 2 Jahren wird es irgendwann mühsam. Ich schone gerade etwas mache nur sehr saubere Physio um fürs Skifahren nächste Woche etwas Raum habe hoffentlich. ;)

Ansonsten gehts mir gut. Das Knie rückt insgesamt etwas in den Hintergrund wegen sonst viel zu viel zu tun. ;) Das ist schon gut :)

HAbt ihr denn eigentlich auch so grossflächigen Gefühlsverlust auf der Haut?

Liebe Grüsse,
ikki

Limone
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Re: Verletzung und Psyche

Beitrag von Limone »

Hallo Ikki,

Ich kann seeehr gut nachempfinden, wie es Dir geht.

Mir hilft dann:
1. ich bin für die bruchfreien Jahre dankbar. Ich habe früher sehr viel Sport gemacht und es ist nie etwas passiert.
Man kann ab und an auch mal so in die Vergangenheit schauen :D
2. auch beim Operateur scheine ich für die Komplexität des Bruches Glück gehabt zu haben. Da kann man auch an andere geraten.
Man kann es sich nach so einem Unfall ja praktisch nicht aussuchen, wer einen operiert.
3. es geht weiter aufwärts, man tut was man kann
4. achtsam sein, was man selbst noch tun kann, wer einem noch helfen kann, aber auch dann ein Stück auf die Situation einlassen und maximalen Spaß haben

Leider kann man nicht den ganzen Tag/Woche/Monat obiges beherzigen und dann gehts einem doch auch mal ...
Darf es auch.

Ich habe jetzt wieder einen Termin für eine erste Besprechung der Metallentnahme im März bekommen.
Hoffentlich wird das nicht wieder wegen Corona verschoben. Sonst muss ich mich nach einem niedergelassenen Orthopäden umsehen, der mir das macht.
Bei ersten Recherchen habe ich immer auch schlechte Erfahrungsberichte bei den Orthopäden in meiner Region gelesen...

Ich probiere es aber erst bei der Uniklinik, bei der ich operiert wurde.
Ich möchte das Metall definitiv draussen haben.

Die ‚Gefühllosigkeit’ ist bei mir auch in einem großen Bereich vorhanden (vorne, ca. 15 cm ab Kniemitte, fast quadratisch, nicht in der Kniekehle). Es ist aber nicht ganz gefühllos, es kribbelt und wirkt ‚dumpf‘, ist immer wieder irritierend, wenn ich z.B. leicht anstoße.
Das macht im ersten Moment immer Angst, man erschrickt.
Aber ich denke, ich muss damit zurecht kommen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ich da eine Verbesserung beeinflussen kann.
Falls ja, bin ich für Tipps natürlich aufgeschlossen.

Bei uns wird es dieses Jahr nichts mit dem Langlaufen (Skaten), wegen Corona. In Bayern fallen die Faschingsferien aus und die Kinder haben Schulpflicht. Irgendwie bin ich auch erleichtert, dass ich noch nicht vor der Wahl stehe: mitfahren oder nicht.
Ich habe noch kein großes Vertrauen beim Gleichgewicht auf dem reparierten Bein.
Und bei der Talfahrt auf schmalen Skatingskiern hatte ich vor dem Bruch schon nicht immer die 100ige Kontrolle...

Ich freue mich auf wärmeres Wetter, dann gehts wieder aufs Fahrrad.

Ich wünsche Dir viel viel Spaß beim Skifahren, auch wenn du vielleicht nicht ganz dein früheres sportliches Niveau erreichst.
Einfach die Sonne genießen. Bei uns im Flachland soll es noch die ganze Woche schön sein.

Und maximale Schmerzfreiheit
Liebe Grüße
Limone

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