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Noch ein "Brüchiger"!

Verfasst: Mo Jul 01, 2019 5:18 pm
von Joyryde
Hallo Zusammen,

ich gehöre nun auch zum Club der Knieversehrten und stelle mich mal vor!

Ich, m21 aus NRW, hatte am 08.06. die wunderbare Idee, aus 2-2,5m zu stürzen und auf die gestreckten Beine zu fallen... :roll:
Ging dann sofort ins örtl. KH, wo durch eine Röntgenaufnahme direkt eine Tibiakopffraktur rechts festgestellt wurde - erstmal nur diese Info.
Nach einem CT-Scan am 12.06. dann die Diagnose: Ausriss der Eminentia intercondylaris, also ein knöcherner Ausriss des VKB. Die OP folgte am nächsten Tag. Per Arthroskopie wurde festgestellt, "soweit beurteilbar", dass alle Bänder und Weichteile intakt sind und sich die Verletzung "nur" auf den Ausriss der Eminentia beschränkt.
Über einen zusätzlichen, ca. 1cm großen Einschnitt unterhalb der Kniescheibe wurde eine kanülierte Schraube mit Unterlegscheibe eingebracht.
Ich hänge euch die Röntgenbilder vor und nach OP mal an!

Für zwei Wochen post-OP habe ich dann eine Schiene zur Ruhigstellung verpasst bekommen (Mecronschiene), die etwa auf 20° Beugung eingestellt ist. Belasten durfte ich nicht. Jetzt trage ich mit 30° Beugung eine DonJoy 4titude advanced, oder einfach: Orthese! :D Diese soll ich insg. zwei Wochen auf 30° lassen, ehe dann 4 Wochen post-OP auf 60° erhöht werden soll. Jetzt in der 30°-Phase darf ich auch nicht belasten, den Fuß aber "symbolisch" mitlaufen lassen und auch aufstellen, damit mir der Einstieg in die Teilbelastung später leichter fällt.

Hatte bis jetzt zwei Physio-Einheiten und mache die Übungen auch gewissenhaft Zuhause, bei der ganzen Zeit die ich jetzt habe bietet sich das an! :D
Morgen bekomme ich dann noch eine Motorschiene nach Hause. Ich hoffe die Kombi aus Physiotherapie und Motorschiene lässt mich in einigen Wochen wieder vernünftig laufen, aber Euch muss ich ja nicht erzählen, dass Tibiakopf-Geschichten langwierig sind und eine Menge Geduld bedürfen.

Am meisten Sorgen mache ich mir um meine Streckung - aktuell erreiche ich schätzungsweise max. 10°. An alle, die Erfahrung mit der Motorschiene haben: Hilft sie auch bei der Streckung oder hauptsächlich bei der Beugung? Wie lange habt ihr in etwa gebraucht, um das Bein für ein normales Gangbild auf 0°bis -5° zu bringen?

Ansonsten mal abwarten und Tee trinken. LG!

Röntgenbilder:
Vor OP #1
Vor OP #2

Nach OP #1
Nach OP #2

Re: Noch ein "Brüchiger"!

Verfasst: Fr Jul 19, 2019 12:35 pm
von Eterna
Hallo,
was macht die Sterckung?
Du wirst zwischenzeitlich sicherlich schon bemerkt haben, dass die Motoschine beides beeinflusst...wenn man den Fuß fixiert, sonst neigt er dazu abzuheben.
Wie geht es denn aktuell?

LG
Marion

Re: Noch ein "Brüchiger"!

Verfasst: Mi Jul 31, 2019 11:06 am
von ikki
Lieber Joyride,

Da sind wir ja zwei mit vorderem knöchernem Ausriss... :(

Wie läufts bei dir inzwischen??

Ich hatte ein sehr anderes Nachbehandlungsschema. Bei mir wurde das Knochenstück per Bänder statt per Schraube fixiert (zu viele Teilstücke für eine Schraube...) Ich durfte 6 Wochen Teilbelasten (15kg maximal) aber nur 10° max. Streckung (das war dem Chirurg so wichtig das er es mir gefühlte 100 mal gesagt hat...) und 3 Wochen max. 60° Beugung, dann 3 Wochen 90° Beugung. Mag aber ja auch an der anderen OP liegen... und wahrscheinlich hat jede Nachbehandlung auch viel Spiel...

Ich trainiere also die Streckung erst seit Vollbelastung. Der Physiotherapeut macht da sehr viel, aber es tut auch recht weh. (fühle mich mitunter an die Geburten meiner Kinder erinnert...) Zu Hause lasse ich die Schwerkraft viel machen. Mit gestreckten Beinen sitzen, Ferse Hochlegen, Bein durchhängen lassen... Immerhin bin ich nun in knapp 2 Wochen Vollbelastung schon auf ca. 0° gekommen. (Im sitzen, unter Belastung beim gehen eher noch bei 5°) Ich denke es läuft, aber ich trainiere das Strecken auch täglich sehr viel (nebenbei beim Sitzen und liegen...)

Lieber Gruss,
ikki