Radunfall Tibiaplateaufraktur

Geschichten und Meinungen rund um Beinbrüche und Knieprobleme

Moderator: Andi Jacomet

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Orlandomtb
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Radunfall Tibiaplateaufraktur

Beitrag von Orlandomtb »

Hallo zusammen,

ich bin der Flo 44 Jahre alt und seit vergangenen Donnerstag auch leider mit einer Tibiaplateaufraktur "ausgestattet".
Als passionierter Radsportler war ich mit dem MTB unterwegs und wurde leider von einem Mofa am Schienbein "geküsst"
Röntgen und CT ergaben dann die niederschmetternde Diagnose.
Ich werde am Dienstag operiert und habe nachdem ich die letzten beiden Tage schon arg mit meinem Schicksal gehadert habe nun den Fight-Modus eröffnet.
Mir ist klar dass es eine harte Zeit wird, bin aber bereit💪
Es würde mich freuen wenn Ihr mich mit ein paar Tips unterstützen würdet 😁
Die Übungstips von mountainlover habe ich mir schon runtergeladen 😉

LG
Flo

stonewave
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Re: Radunfall Tibiaplateaufraktur

Beitrag von stonewave »

Moin ruhig an wie lautet denn die genaue Diagnose und was wird bei der OP gemacht??

Hat das schon jemand mit dir besprochen???

Gruß

Orlandomtb
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Re: Radunfall Tibiaplateaufraktur

Beitrag von Orlandomtb »

Also die genaue Bezeichnung kenne ich nicht, Tibiaplateaufraktur, das ganze ist auch schon operiert worden und laut der Ärzte sehr gut verlaufen. Es musste ein Teil mit Knochenmasse unerfüllt werden und der Meniskus wieder glatt gezogen.
Dee abgebrochene Teil wurde mit einer L-Schiene und 5 Schrauben wieder befestigt.

Gruß
Flo

stonewave
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Re: Radunfall Tibiaplateaufraktur

Beitrag von stonewave »

Dann mal herzlich willkommen bei mir wurde nur das Plateau wieder hergestellt aber auch mit einer Platte und 7 Schrauben!

Ist jetzt 5 Wochen her und ich warte auf meinen Termin zum Kontrollierten röntgen!

Gruß

Wasserkopf
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Re: Radunfall Tibiaplateaufraktur

Beitrag von Wasserkopf »

Hallo :-)
Mein Freund hatte sich Mitte März diesen Jahres beim Motocross fahren ebenfalls den Schienbeinkopf in 5 Teile zertrümmert und eine durchgehende Fraktur. Der Arzt meinte auch: "Herzlichen Glückwunsch, das haben sie richtig kaputt gemacht".
Nun ja, die OP war 4 oder 5 Tage nach dem Unfall und es wurde eine Titanplatte inkl. 7 Schrauben eingesetzt.
Daraufhin durfte er 6 Wochen mit 20 Kilo belasten und bekam 2-3 mal in der Woche Physio.
Nach dem Kontrolltermin wurde die Belastung von 20 Kilo auf 45 Kilo für weitere 6 Wochen heraufgestuft.
Nach Ablauf dieser 6 Wochen durfte er dann voll belasten. Die erste Woche war noch ziemlich humpelig, aber man merkt dass es von Woche zu Woche besser wird.
Die Fähigkeit, das Bein durchzustrecken kam recht schnell. (Etwa 3 Wochen nach dem unfall).
Alles in allem ist der Unfall nun 4 Monate her. Er empfindet die Titanplatte als störend, da sie öfter mal ein Druckgefühl abgibt (die Platte kommt nächstes Jahr zum Glück raus).
Ebenfalls schafft er es nicht, sein Bein zu 100 % anzuwinkeln, da dies sonst in den Bändern schmerzt. Aber nach dieser langen Zeit mit wenig Belastung und etc. Ist es ja auch klar, dass diese sich verkürzen.

Nach all den vielen Horrorstorys im Internet, hatten wir schon richtig Angst. Aber alles in allem ist der Heilungsprozess positiv.

Ich wünsche dir nur das Beste für deinen Heilungsverlauf und gute Besserung!!!

Orlandomtb
Beiträge: 3
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Re: Radunfall Tibiaplateaufraktur

Beitrag von Orlandomtb »

Hallo zusammen,

jetzt ist mein Unfall 9 Monate her und ich melde mich nun wieder hier.
Es ist in dieser Zeit so viel passiert, dass ich keine Zeit und Kraft gefunden habe nochmals zu schreiben.

Leider bin ich 10 Tage nach meiner OP per Rettungsdienst mit wahnsinnigen Schmerzen und hohem Fieber
wieder in das Klinikum Garmisch eingeliefert und am gleichen Tag noch operiert worden.
Diagnose: Infekt des Kniegelenkes.
Es folgten weitere 4 Operationen bis ich dann 14 Tage später das Klinikum wieder verlassen durfte.
Behandlung mit Antibiotika für 6 Wochen.
Es folgten Reha und Wiedereingliederung, nun arbeite ich bereits seit 1.11.19 wieder.
Normalerweise hätte ich nun Anfang April einen Termin zur Metallentfernung gehabt, die Coronakrise verhindert dies leider.

Der eigentliche Grund warum ich hier heute schreibe ist aber einer der Mut macht. Durch den Infekt kämpfe ich ja immer noch mit der mangelnden Beugefähigkeit meines Kniegelenkes, derzeit habe ich ca. 95 Grad. Da ich passionierter Radfahrer bin, habe ich alle meine Räder wie Ergometer, MTB und neuerdings auch E-Bike mit verkürzten Kurbeln ausgerüstet um überhaupt radeln zu können. Und was soll ich sagen? Heute konnte ich von meinem Ergometer den Kurbelverkürzer abbauen und wieder ganz normal radeln. Die Beugung verbessert sich in äußerst langsamen Schritten, es geht aber Immer etwas voran!
Also an Alle, so schlimm es auch manchmal aussieht und die Hoffnung einen verlässt:
NEVER, NEVER, NEVER GIVE UP!

LG an Alle

Flo

Limone
Beiträge: 42
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Re: Radunfall Tibiaplateaufraktur

Beitrag von Limone »

Hallo,
Danke für deinen Bericht, das macht wirklich Mut.
Man sich halt nicht sicher, wenn die volle Streckung oder Beugung nicht kommen will.
Da kommt doch manchmal der gedanke: bleibt das jetzt so? Für immer?
Weiter euch allen Geduld und Fortschritte.

LG Limone

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