Tibiakopffraktur

Geschichten und Meinungen rund um Beinbrüche und Knieprobleme

Moderator: Andi Jacomet

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Tina21
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Tibiakopffraktur

Beitrag von Tina21 »

Hallo zusammen,
Ich reihe mich nun auch in die Liste der Tibiakopffrakturen ein. Ich hatte im Mai eine mehrfragmentäre Tibiakopffraktur mit Beteiligung der Emenentia intercondylaris, knöchernem Kreuzbandausriss, Innenbandriss und der Außenmeniskus hat auch was abbekommen. Weil der Bruch die Gelenkfläche betroffen hat, konnte wohl keine Platte eingesetzt werden. Ich hab 4 Schrauben bekommen die alle ziemlich eng beieinander liegen. Zusätzlich wurde ein Teil vom Außenmeniskus entfernt. Ich habe hier schon länger immer mal wieder mitgelesen und das häufigste Wort das ich gelesen habe war Geduld.. das musste ich jetzt auch lernen.. Nach insgesamt fast 8Wochen ohne Belastung mit passiver Physio ging es dann 5 Wochen zur Reha. Momentan mache ich noch Rehanachsorge. Seit ein paar Wochen kann ich jetzt zumindest kürzere Strecken ohne Gehstützen gehen. Ich fand den Muskelabbau echt erschreckend und eure Beiträge haben mir viel geholfen zu sehen, dass man nicht alleine ist. Leider habe ich immer noch Schmerzen. Knien und hocken, schnell gehen funktioniert noch nicht..Treppen sind auch, vor allem runter, noch mühsam. Das Knie ist noch geschwollen und seit kurzem habe ich das Gefühl, dass an der Außenseite bei stärkerem Beugen irgendwas überspringt.. der Arzt konnte mir meine Frage was das ist leider auch nicht beantworten, Röntgenbild sah wohl gut aus. Aber ich vertrage die Schrauben wohl nicht so gut, darum sollen diese schon Ende diesen Jahres wieder raus und nochmal eine Arthroskopie gemacht werden.
Ich hoffe danach geht es dann endlich bergauf und ich kann wieder längere Strecken wandern und Sport machen. Das war jetzt erstmal sehr viel Text, aber ich freue mich auf einen Erfahrungsaustausch und wenn ich vielleicht auch anderen Helfen kann :)

Danixx
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Re: Tibiakopffraktur

Beitrag von Danixx »

Liebe Tina!
Ich habe mir im Dezember 2021 beim Skifahren mit 25 Jahren den Tibiakopf gebrochen und das Kreuzband knöchern ausgerissen. Diese beiden Verletzungen wurden mit 3 Schrauben fixiert. Nach 4 Wochen ohne Belastung durfte ich mit ca. 10 kg das Bein belasten, danach 2 Wochen mit 20 kg und nach ca. 8 Wochen durfte ich voll belasten und war somit die Krücken los.
Für mich war von Anfang an klar, dass ich im Dezember 2022 wieder Skifahren möchte.
Sobald wie möglich begann ich mit der Physio.
Im Juli war ich soweit, dass ich bei einem Radrennen mitgefahren bin. Der Sommer ging mit viel Radfahren um, auch das ein oder andere Mal Wandern war mit dabei. Hier hat jedoch immer eine Schraube an einer Sehne gerieben, und die Stelle schwoll immer mal wieder an.
Bei einer Untersuchung im August hab ich mit meinem Arzt besprochen, dass wenn ich diese Saison Skifahren möchte, dass die Schrauben im Oktober heraus geholt werden sollen.
Die ME war am Donnerstag, ich bin am selben Tag wieder nach Hause gegangen und habe keine Schmerzen. Jetzt heißt es Geduld haben und sportlich eine kleine Zwangspause einzulegen.

Ich hoffe ich kann dir hiermit ein bisschen Motivation hier lassen.

Liebe Grüße aus Tirol

Tina21
Beiträge: 3
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Re: Tibiakopffraktur

Beitrag von Tina21 »

Hey,
Bei mir sind es 4 Schrauben und heute wurde mir gesagt, dass sie lieber noch drin bleiben sollen von einem anderen Arzt und die vom knöchernen Ausriss sowieso sehr kompliziert wird und er die Schraube sowieso gar nicht rausmachen würde. Wie war das denn bei dir? War die auch irgendwie im Gelenk von oben reingeschraubt?
Wird ja wahrscheinlich bei der Verletzung immer ähnlich sein glaub ich..
Freut mich dass es bei dir scheinbar gut verläuft :) wie geht es dir jetzt?

Lerche
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Re: Tibiakopffraktur

Beitrag von Lerche »

Liebe Tina und alle...

Ich bin sehr froh über dieses Forum - fühlte mich sehr allein und oft unverstanden und bin es auch leid, den Nächsten ständig etwas vorzujammern ..
Ich bin am 13. August auf einem Plastik-Flaschenverschluss ausgerutscht. Nach 7 1/2 Stunden Notaufnahme die Diagnose: Schienbeinkopf-Trümmerfraktur und diverse kaputte Bänder... OP nach einer Woche ( Isolation der Station wg Corona ) nach insgesamt 3 Wochen entlassen. Orthese, Bewegungsschiene, Gehbock, Rollstuhl. 3 Monate 0 Belastung. Große Angst davor, die Krücken zu benutzen wegen der Gefahr aufzutreten.Alle 4 Wochen mit dem Krankenwagen zum Orthopäden zum Röntgen.2 x die Woche kommt der Physiotherapeut.
Letzten Dienstag Röntgen und MRT - Ergebnis gut bis auf Rückgang Knochendichte. Soll jetzt von 20 Kilo Belastung langsam steigern bis Vollbelastung ( Orthopäde: in 2 Wochen, Physiotherapeut: in 4 Wochen.)
Erste Gehversuche mit abrollen und ca 20 Kilo gingen ganz gut - nur Stechen im Fuß. Bein fühlt sich an wie aus Gummi - kann mir trotz des MRT nicht votstellen, dass es trägt. Das Bein ist immer noch wie ein Fremdkörper - wenn ich die Narben einreibe, ist es als wäre da ein Holzklotz.
Gestern kurz gestrauchelt, Panik gekriegt und dabei wohl voll aufgetreten. Seither stechender Schmerz bei bestimmten Bewegungen seitlich der Kniescheibe...Bin jetzt wieder total ängstlich - scheint aber nachzulassen ..

Liebe Grüße aus Berlin

Bea
Beiträge: 10
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Re: Tibiakopffraktur

Beitrag von Bea »

Hallo liebe Mitleidenden

Erst einmal wünsche ich euch allen ein gutes neues Jahr mit hoffentlich wieder mehr Normalität und weniger Schmerzen in 2023!

Habe mich auch einige Zeit nicht mehr gemeldet. Denke jede und jeder von uns ist weiter mit sich selber am Kämpfen! Bei mir sind nun 9 Mte nach der OP verstrichen. Bin nach wie vor noch mit einigen auf und ab's konfrontiert. Jedes Mal wenn ich wieder etwas Hoffnung schöpfe, dann kommt gleich wieder der nächste Dämpfer. Bin durch diesen Fremdkörper nach wie vor sehr wetterfühlig - ist krass. War nun eine Woche in Ägypten am Meer in der Hoffnung, dass es etwas besser wird. Nun leider falsch gedacht. Ich hatte die ganze Woche noch ein kräftigeres Ziehen im Knie als vorher. War eine rechte Enttäuschung, da meine Erwartungshaltung auch gemäss Empfehlung Arzt und Physio natürlich sehr hoch war... Weiss nicht an was es genau lag, ev. der Flug - sprich die Höhe... auf jeden Fall konnte ich es leider nicht so wirklich geniessen, wie ich es gerne wollte.

Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht?

Ansonsten bin ich nach wie vor fleissig dran mit Physio und ich wandere ja auch ziemlich viel (nie ganz schmerzfrei, aber erträglich) mit Stöcken. Aquajogging war ich jetzt eine Weile nicht mehr, werde ich dann auch wieder aufnehmen.

Ich sehne mich nun wirklich auf die ME in der Hoffnung, dass es dann effektiv endlich steil bergaufwärts geht. Ende Januar steht bei mir der nächste Röntgentermin an und dann hoffe ich, dass der Arzt den Entscheid dann auf die ersehnte ME trifft.

Auf jeden Fall wünsche ich allen Mitleidenden auch weiterhin Kopf hoch und wir kämpfen weiter!

Liebe Grüsse aus der Schweiz
Bea

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