Verletzung und Psyche

Geschichten und Meinungen rund um Beinbrüche und Knieprobleme

Moderator: Andi Jacomet

Limone
Beiträge: 68
Registriert: So Feb 23, 2020 10:51 am
Kontaktdaten:

Re: Verletzung und Psyche

Beitrag von Limone »

Hallo Bruchpilot,

Wie schon an Ikki geschrieben möchte ich das Metall möglichst draussen haben.
Das mit dem Nerv habe ich, denke ich nicht. Das ist natürlich eine ganz andere Situation.
Da würde ich auch ganz anders abwägen.
Bei mir ist ganz schön viel Metall drin. Das wiegt etwas. Ich merke es auch bei anliegenden Jeans, dass nach dem Aufstehen aus dem Sitzen die Hose nicht wieder zurückrutscht. Auch optisch ist es erkennbar. An der Aussenseite habe ich eine richtige Delle.
Ggf. Ist da auch nach über einem Jahr noch eine Schwellung vorhanden (ggf. Wegen des Metalls).

Ich kann leider auch nicht genau erkennen, was Faszien, zu wenig Muskeln, verkürzte Bänder sind und was das Metall, wenn es um die Schmerzen und Beweglichkeitsrückstände geht. Es ist nur ein Bauchgefühl. Der Orthopäde oder Physiotherapeut kann mir das auch nicht glaubhaft erklären oder versichern, was jetzt wodurch verursacht ist. Ich habe noch bei jedem Schritt Druckgefühl und auch bei längerer Belastung Schmerzen.
Beim Yoga habe ich definitiv noch Bewegungseinschränkung, z.B. beim Schneidersitz bei der ich das Gefühl habe, dass das die Platte auf der Innenseite des Beins ist, die ‚im Weg‘ ist. Ebenfalls bei Gleichgewichtsübungen, wenn ich mich ruckartig bewege.

Wenn ich mein Bein seitlich lagere (Sofa, Bett), bekomme ich nach kurzer Zeit auch Schmerzen, als würde etwas drücken.

Es kann natürlich auch sein, dass der Operateur noch bei der CT Bewertung und Vorbesprechung etwas gewichtiges gegen die Entnahme beisteuert, dann muss ich nochmal neu entscheiden. Jetzt warte ich erst einmal den Termin in der Klinik im März ab.

Gibt es bei Dir etwas neues zum Thema, auch mit deinem lädierten Nerv?

Liebe Grüße
limone

ikki
Beiträge: 82
Registriert: Mi Jul 31, 2019 7:41 am
Kontaktdaten:

Re: Verletzung und Psyche

Beitrag von ikki »

Hey Limone,

sooo mein Knie hat 7 Skitage überlebt :) Sehr gut! Ich bin zwar nicht Schmerzfrei gefahren und sehr vorsichtig, nicht sonderlich schnell und noch nicht im Gelände aber... ok. Es hat gehalten. Immerhin keine grossen Reaktionen (bisschen geschwollen schon, auch immer noch aber keine riesen Schmerzen). Schmerzen v.a. beim Treppe hoch gehen (oder aufrichten in der Kurve beim Ski-Schwung...) habe ich wieder oberhalb vom Knie... nächste Woche habe ich eh Jahreskontrolle da wird das mal angeschaut was da los ist... aber im Knie drin hatte ich kaum Probleme :) Ansonsten habe ich natürlich auch das prächtige Wetter geniessen können :)

Die Schmerzen vorne im Knie kommen bei mir wohl irgendwie von zu viel Mobilisation. Eine Gratwanderung... mobilisiere ich zu wenig nimmt die Beweglichkeit ab und Schmerzen kommen. Mobilisiere ich zu intensiv wird es irgendwie "locker" und ich bekomme auch (und heftigere) Schmerzen... :( Aber na ja, wandere ich halt noch etwas auf dem Grat...

Solche Bewegungseinschränkungen kenne ich, ich hatte die auch sehr lang bei Schneidersitz und Co... aber auch ohne Metall... (Was nicht heisst, dass es bei dir nicht das Metall sein kann was stört, kann ich mir schon Vorstellen, dass Metall da stören kann!) Bei mir war es auch immer als wäre was störendes im Gelenk... nach der 2. OP war dies störende aber denke ich nur noch verhärtetes Gewebe...
Ich wünsche dir viel Glück, dass das Gespräch stattfindet und du zu einem für dich stimmigen Entschluss kommst! Ich verstehe, dass du das Metall raus haben willst! Finde die Bänder die bei mir irgendwo wohl noch rumhängen schon ne komische Vorstellung ;)

zu den tauben Hautoberflächen habe ich auch keine Idee wie man das verbessern kann... Auch im Knie merke ich beim Skifahren zum Teil noch eine etwas gestörte Reizweiterleitung, obwohl ich schon sehr viel neuromuskuläre Übungen gemacht habe die ganze Zeit (ich kann auf kleine Unebenheiten zum Teil nur recht Zeitverzögert reagieren.) Das ist mühsam, aber es wird besser glaube ich.

Ui langlaufen würde ich auch nicht... mit Langlaufskis bergab fand ich schon immer gruselig ;) Trotzdem blöd, dass eure Ferien ausgefallen sind :( Hach was machen sie da in Deutschland mit den Schulen? Bin gerade froh nicht mehr in D zu leben...

Liebe Grüsse,
ikki.

Limone
Beiträge: 68
Registriert: So Feb 23, 2020 10:51 am
Kontaktdaten:

Re: Verletzung und Psyche

Beitrag von Limone »

Hallo Ikki,

Das ist ja schön, dass das Skifahren so gut ging. Und mit schönem Wetter lädt man seine Batterien besonders gut wieder auf.
Zwischen Über- und Unterlassung ist in der letzten Zeit der Spielraum etwas größer geworden, aber immer noch schnell erreicht. Inzwischen geht Joggen mit Barfußschuhen (Schwerpunkt der Belastung mehr auf dem Vorderfuß) für 5 Minuten. Das ist schon ein gutes Gefühl. Normales Gehen ist nicht sehr viel besser geworden, ca. 45 Minuten. Etwas besser sind die Physio Kraft- und Stabilisierungsübungen geworden. Rein optisch ist das Bein auch wieder kräftiger. Überlastungen sind innerhalb eines Tages wieder weg.

Ich hatte letzte Woche den Termin.
Der Prof. Hat mich gefragt, wo ich noch Probleme habe.
Die Innenseite plus Druck auf der Kniescheibe.
Da hat er gleich gesagt, dass es besser werden kann.
Weil es eine rel. Lange Platte sein musste und nur an bestimmten Stellen eingesetzt werden kann, kann es evtl. scheuern. Gerade Yogasitz.
Solche Bewegungen werden auch bei Rückenschmerzen als Übungen angeboten.
Wenn ich so etwas dauerhaft nicht mehr machen kann, hat das ggf. Auch Auswirkungen auf Rücken, Hüfte.
Das hat meinen Entschluss nur bestätigt.
Da in Deutschland für einen Tag der Gründonnerstag als ‚Ruhetag‘ von der Regierung angekündigt war (und später wieder zurückgenommen wurde) und kurzfristig die Logistik überall ein bisschen durcheinander gebracht hat, war an dem Tag wieder ein Op Termin frei.
Habe mich dann für Spinalanästhesie entschieden und es nicht bereut.

Zur Op:
Ich habe mich für ein Schlafmittel entschieden und habe zeitweise gedöst.
Zwischendurch war ich auch mal wach und habe dann darum gebeten, kein Schlafmittel mehr nachzudosieren, weil ich dann doch angefangen habe, dem Arzt zuzuhören. Sehen tut man natürlich nichts.
Der Arzt hat einer anderen Ärztin gezeigt, was er da macht und das was ich doch mal mitbekommen habe, war immer interessant und dezent formuliert(ich kann mich bloß im Detail nicht erinnern :-). Könnte ich mich nochmal entscheiden, ich würde mich nicht schlafen legen und genau zuhören und fragen ob’s ein bisschen lauter geht. Ich hatte vorher ziemliche Angst. Die Entnahme an sich habe ich praktisch nicht gespürt, auch kein großes am Knochen rütteln und drücken etc.
Ist ja doch Fein- und Grobhandwerk dabei.

Nach Abklingen der Anästhesie hat es einen Tag im Krankenhaus sehr weh getan.
Die Schmerzen waren am 2. Tag aber schon 60 Prozent weniger.
Heute bin ich Postoperativ 3. Tag und ich habe schmerzadaptierte Vollbelastung, bin zuhause und gehe in der Wohnung ohne Gehhilfe und draussen noch im 3Punkt Gang mit Gehhilfe.
Trotz noch deutlicher Schmerzen habe ich schon das Gefühl, dass ich ein Stück mehr in die volle Streckung komme und die vordere Oberschenkelmuskeln besser ansprechen (hat sich in den Wochen vor der Op schon etwas getan, aber jetzt innerhalb eines Tages auch nochmal besser)
Yogasitz und Fersensitz habe ich mich noch nicht getraut.
Das bespreche ich alles während des Physiotermins nächste Woche.
Habe diesmal kein Lympfdrainagerezept mitbekommen. Da müssen ja schon wieder einige Abfallprodukte abgebaut werden. Mal sehen, was der Hausarzt machen kann, ggf. Doch ein paar mal selbst zahlen.

Leider habe ich wegen der Feiertage keine Visite mit dem Operateur gehabt.
Im Entlassungsbrief steht was von Arthrolyse und Teilresektion des Hoffa-Fettkörpers. Ich hatte mich noch für eine Spiegelung entschieden.Der Operateur hat mir kurz nach der Op noch gesagt, dass das Knie in Ordnung war. Da habe ich noch ein paar Fragezeichen. Da rufe ich nächste Woche nochmal an.

Werde berichten, wie es weiter voran geht.
Vorerst schonen und leichte Bewegung, 3 Monate keine Spitzenbelastungen und Unfallrisiken möglichst vermeiden, weil die Löcher im Knochen wieder zuwachsen müssen und daher erhöhte Bruchgefahr vorliegt.

Weißt Du ja alles schon, dein Metall ist ja schon draussen :D

Genieße die schönen Tage.

Liebe Grüße, limone

ikki
Beiträge: 82
Registriert: Mi Jul 31, 2019 7:41 am
Kontaktdaten:

Re: Verletzung und Psyche

Beitrag von ikki »

Hey Limone,

schön von dir zu hören! Habe mich schon gefragt wie du dich entschieden hast. Und das du nun so schnell operiert werden konntest, super! Das freut mich ich hoffe nun geht es rasch bergauf! :)

Ich war bei beiden OPs wach, sie haben mir auch alles erklärt und gezeigt was ging. Fand ich gut. (bei der zweiten wurde irgendwann die Zeit knapp und alles hektisch dann war keine Zeit mehr für Erklärungen - auch klar...)

Teilresetkion des Hoffa-Körpers, das machen sie meist um bessere Übersicht zu haben am Tibiakopf. gerade den Kreuzbandansatz sehen sie sonst sehr schlecht. Haben sie bei mir auch gemacht. Da der Hoffe Körper viel Sensorik hat ist das Gespür dann erstmal schlechter aber der wächst nach oder zumindest ähnliches Gewebe das die Aufgaben übernimmt (bei mir haben sie ihn so gut wie ganz rausgenommen in der zweiten OP und ich hatte eine delle vorne am Knie, die Patellasehne hing quasi durch sah sehr komisch aus und der Physio hat sich erstmal erschreckt weil er dahte die sei gerissen. ;) Aber nun sieht es wieder normal aus--- alles nachgewachsen. :)

Bei mir gehts ganz gut. Teilweise neigt es noch zur Überlastung oberhalb vom Knie und vorne im Knie aber es ist langsam fast voll beweglich (ja ich bin in der Überstreckung und inzwischen fast gleichseitig der Wahnsinn!) Immer wenn die Beweglichkeit besser wird tut es erstmal wieder vorne weh... aber bisher ging das immer weg wenn sich die Beweglichkeit stabilisiert hat. In den letzten Wochen kam sehr viel Beweglichkeit hinzu (nachdem ich entschieden hatte die nicht mehr weiter zu forcieren weil die Streckung bei 0° eigentlich ja ausreichend war... nun bin ich bei gut -5 ohne weiter daran zu arbeiten... nun ja... das versteh mal einer)

Ein Tipp noch: Nicht enttäuscht sein wenn die Beweglichkeit nicht sofort da ist! Was nun 1 Jahr nicht bewegt wurde in gewissen Winkeln wird Zeit brauchen! Also nicht stressen kommt sicher gut! Das sich meine Beweglichkeit fast 1 Jahr nach der Zweiten OP, 2 Jahre nach dem Unfall immer noch verbessert finde ich ein kleines Wunder der Natur. :) Dem Körper vertrauen ist glaube ich viel Wert und hilft viel.

Ich wünsche dir gute Genesung un den nächsten Tagen und Wochen und drücke fest die Daumen! :)

LG
ikki

Limone
Beiträge: 68
Registriert: So Feb 23, 2020 10:51 am
Kontaktdaten:

Re: Verletzung und Psyche

Beitrag von Limone »

Hallo Ikki,

Das mit deiner verbeserten Beweglichkeit freut mich!!!
Und das ganz ohne ‚Arbeit‘ :-)

Bei den langsamen Fortschritten, die ich nach einem Jahr hatte (alle paar Wochen dann doch eine Kleinigkeit besser),
Braucht man ein wenig Resonanz, z.B. aus dem Forum oder von meiner Physiotherapeutin.
Oder glücklicherweise von meiner Schwägerin, die einen Armbruch hatte und mir sagte, nach zwei Jahren war bei ihr erst
Ein Zustand erreicht, wo es konstant blieb.

Ohne die Feedbacks denkt man wohl bei komplizierteren Verläufen, jetzt kommt nichts mehr. Die Oberärzte beim Röntgen, die Orthopäden, welche die Rezepte ausgestellt haben und mein erster unerfahrener Physiotherapeut: das kann sein dass das so bleibt: mehr kam nicht! Und das teilweise schon nach 4 Monaten.
Bei 5 Grad Streckung und Beugung ohne Fersensitz waren sie zufrieden und fertig. Das andere Bein ist bei mir auch in der Überstreckung

Da ging jetzt noch ganz viel!!! Ohne Plattenentfernung.

Du hast mich sehr beruhigt, mit dem Hoffaschen Fettkörper. Da steht nicht sooo viel im Internet, ausser, dass man davon weg geht, das zu entfernen.... :(

Ich habe mich schon bei der Streckung am ersten Tag wohler gefühlt. Leider habe ich es wohl am 2. Tag postoperativ noch übertrieben. Merke ich leider oft erst zeitverzögert.
Die Schmerzen sind vom ersten Tag postoperativ zum zweiten um 60% zurückgegangen. Jetzt wird’s nur langsam weniger.
Die Belastungssteigerung durch einen kurzen Spaziergang geht nun sehr langsam vorwärts. Das Knie ist noch deutlich dicker.
Ich habe tagsüber einen Kompressionsstrumpf. Bin jetzt 9 Tage postop. Eigentlich bei den großen Schnitten ok. Die Schmerzverbesserung am zweiten Tag hat mich da ein wenig subjektiv beeinflusst, als würde das jetzt jeden Tag so weiter gehen.

Ich habe einen Muskelkater seit dem ersten Tag in Belastung in der oberen Wade. Meine Physiotherapeutin hat gesagt, ich soll es zur Sicherheit beobachten. Restwahrscheinlichkeit Thrombose... Mein Bauchgefühl war am Anfang, dass jetzt andere Bereiche mehr beansprucht werden, da ich etwas mehr Streckung habe und die innere Platte nicht mehr reibt.

Morgen bin ich ein letztes Mal beim Operateur. Er wird mir hoffentlich genauer erklären, was er gemacht hat und warum. Da wird er noch einmal nach dem ‚Muskelkater sehen‘. Das Gewebe ist weich und nicht optisch angeschwollen.

Mal gespannt, was er zu Belastungssteigerung nach wievielen Wochen sagt. Die nächsten drei Monate keine Sturzrisiken eingehen, wurde mir schon gesagt, da erhöhte Bruchgefahr. In der Zeit wachsen die Löcher in aller Regel zu...

Ich bin noch krankgeschrieben und lege die meiste Zeit mein Bein hoch. Einmal am Tag laufe ich ca. 10min um den Block.Stehen merke ich sofort, Max. 5 Min. Dann hochlegen und auch wieder der gute alte Eispack, sitzen auch nicht sehr lange. Ab und zu soll ich die Bewegungsschienen Übung (ohne Bewegungsschiene:-))machen, wenn ich liege, damit durchbewegt wird. Außerdem mache ich Übungen für Rücken, Schulter... damit ich nicht mehr so einroste, wie nach der 1. Op. Sonst einfach heilen lassen.

Mal gespannt, ob und wie ich wieder übernächste Wochen arbeiten kann.

Viel Spaß beim Sport mit der wiedergewonnenen Streckung! Wenn man in der Streckung mit beiden Beinen nicht gleich ist, dann hinkt man doch irgendwie ein bisschen, auch wenn es anderen nicht mehr auffällt. Das hat sich bei mir auch in Hüfte und Rücken bemerkbar gemacht.

LG Limone

ikki
Beiträge: 82
Registriert: Mi Jul 31, 2019 7:41 am
Kontaktdaten:

Re: Verletzung und Psyche

Beitrag von ikki »

Hallo Limone,

schön dass es dir ganz gut geht soweit! Ja, manchmal übertreibt man etwas ;)

Ich mache zur Zeit ganz ordentlich meine Physio Übungen und versuche Joggen und Wandern ganz langsam zu steigern. Ich hoffe so geht es nun weiter Bergauf auch mit Belastbarkeit. Beweglichkeit muss sich nooch etwas stabilisieren, aber ich denke das kommt.

Ja, es ist recht frustrierend wenn man so langwierige Verläufe hat. Der Arzt der das operiert hat wusste ja auch nicht recht weiter und mehr als nochmal operieren viel ihm nach der 2. OP nicht ein. Bei der 2. Meinung war es dann irgendwo "normal" das es solche Verläufe gibt und nicht allzu Besorgnis erregend. Mein Physio findet den Verlauf immer noch ungewöhnlich aber sagt auch... nach 1 Jahr massiver Bewegungseinschränkung mit Entzündungen und loosem Knochenstück ist es halt viel Arbeit das wieder Beweglich zu machen. Bis sich das Gewebe alles wieder so umgebaut hat bis es wieder passt dauert...

Hoffa Körper. Ja. Mein Physio war nicht begeistert, dass sie den quasi ganz entfernt haben. Hab beim Chirurg dann nochmal nachgefragt und er meinte sie mussten, weil sie sonst nichts gesehen hätten und nicht ans Kreuzband dran kamen. Und den Rest mussten sie weil er so entzündet war das davon auszugehen war das er sonst massiv Probleme macht. :( Sogesehen musste der halt raus... aber hab ja keine Sensorischen Probleme im Sinne von ich weiss nicht wie das Knie im Raum steht insofern scheint anderes Gewebe das gut übernommen zu haben!

Ich wünsche dir gute Besserung und nochmal ganz fest die nötige Geduld!

LG Ikki

Limone
Beiträge: 68
Registriert: So Feb 23, 2020 10:51 am
Kontaktdaten:

Re: Verletzung und Psyche

Beitrag von Limone »

Hallo Ikki,

Ist kein wunder, dass man bei solchen Verläufen auch mal down ist und zweifelt.
Du machst das richtig gut. Bleibst dran.

Ich glaube, das ist bei mir den Umständen entsprechend gut operiert.
Und wie sich das anhört bei Dir inzwischen auch :)
Anscheinend müssen die Operateure bei einer Spiegelung immer was vom Hoffaschen Fettkörper entfernen,
Damit sie was sehen, das haben sie bei mir auch gesagt. Angeblich wächst da wieder etwas nach und er soll auch bei
Erwachsenen keine markante Funktion haben.

Ich bin bis auf die post operative Schwellung wieder auf Stand vor Op. Leider wieder mit Kompressionsstrumpf.
Damit bleibt das Bein länger frisch:-)
Seitwärtsbewegungen gehen viel besser. Die Platte hatte auf der Innenseite doch zu wenig Platz.
Was jetzt auch schon besser ist: die Kniescheibe spring nicht. Das war vor der Metallentnahme einmal am Tag, z.B. nach längerem Sitzen, nach einer Weile laufen, ohne dass ich es vorher gespürt hatte, dass sich was verschoben hat und nun wieder zurück an seinen Platz muss.

Die Spiegelung scheint direkt auf der Kniescheibe noch Heilungsschmerz zu verursachen, es brennt manchmal noch recht giftig.
Knien geht auch noch nicht so gut. Streckung ist minimal besser, Beugung mit täglich üben ca. wie vor Op (nicht sofort, sondern am Ende einer Dehnungssession).
Wie Du schon sagst, das Gewebe braucht viel Zeit.

Ich mache wieder ganz kurze Joggingübungen zuhause auf einer weichen Gymnastikmatte barfuß, ca. 1-2 Minuten, bis die Wade anfängt zu brennen (von Physio empfohlen).

Falls ich es noch nicht erwähnt habe... Joggen barfuß ging vor der Op schon wieder ca. 8 Minuten, weil ich mit Barfußschuhen nur auf dem Vorderfuß bin und nicht die Knie durchdrücke. Jetzt fange ich wieder langsam an, zu steigern. Mit Achillessehnenproblemen kann ich es nicht empfehlen. Da die Achillessehne etwas stärker belastet wird.
Demnächst versuche ich wieder vorsichtig Fahrrad zu fahren. Vorsichtig, wegen Sturz und durchlöchertem Knochen, der erst wieder zuwachsen muss. Ich werde auch noch mit Bouldern warten und dann erst mal nur ganz einfache Routen mit gaaanz großen griffen :wink:

Viel Spaß beim Wandern!
Hoffentlich haben die Biergärten bald wieder auf.
Liebe Grüße
Limone

ikki
Beiträge: 82
Registriert: Mi Jul 31, 2019 7:41 am
Kontaktdaten:

Re: Verletzung und Psyche

Beitrag von ikki »

Hey Limone,

bei mir mal wieder eher ein down. :( Aber nun ja. Ich habe in den letzten Wochen auch viel zu viel gearbeitet, zu Schnell Umfänge beim Joggen gesteigert und zu wenig meine Dehnübungen gemacht... insofern irgendwie erklärbar...

Ich habe begonnen Klavier zu spielen. :) Kindheitstraum, wollte ich immer schon. Brauchte nun mal ein Nicht-Sport Hobby. So stört mich das Knie weniger und ich schaffe es eher geduldig zu bleiben. ;) $

Gut, dass es dir gut geht! Ich hoffe jetzt schon viel besser als vor 10 Tagen? :)

Bouldern... ich war zwei mal in einem privaten Boulderraum jetzt wo mein Mann immer hingeht... aber beide male hat das Knie sich ordentlich beschwert und jetzt ist es generell viel schlechter geworden... glaub war nicht so das wahre mit dem Boulder-Versuch... hoffe einfach das sich das Knie wieder beruhigt und ich nicht mal wieder irgendwas kaputt gemacht habe... (Mein Horror, dass sich das nicht richtig fest gewachsene Knochenstück nun durch die Belastung nochmal aufgestellt hat oder so.. aber male ich den Teufel mal nicht an die Wand. Wenn es Ende Sommer immer noch Probleme macht dann kommt das Knochenstück ganz raus incl. Kreuzband... dann ist der Erhaltungsversuch halt gescheitert... Solange versuche ich es noch mit dem Aufbau...

Liebe Grüsse,
Ikki

Limone
Beiträge: 68
Registriert: So Feb 23, 2020 10:51 am
Kontaktdaten:

Re: Verletzung und Psyche

Beitrag von Limone »

Hallo Ikki,

Hatte auch gerade einen Durchhänger.
Das geht alles soooo langsam. Und immer wieder motivieren, irgendwelche blöden Übungen zuhause zu machen, die zudem auch weh tun, bei mir zumindest. Im LockDown ging auch kein Schwimmen, Fitnessstudio oder Reha Gerätetraining.
Das ist wie bei einem Marathon, irgendwann hat man auch mal Einbrüche.
Klavierspielen habe ich auch als Erwachsene angefangen. Mit den Kindern habe ich irgendwann aufgehört. War einfach zuviel. Ich habe einen sitzenden Beruf und fahre lange zur Arbeit. Mit der restlichen Stunde Freizeit war dann Bewegung oder Sofa angesagt.

Schön dass Du angefangen hast, Klavier zu spielen. Das ist Balsam für die Seele. Vielleicht kann ich mich ja zu einem Online-Kurs motivieren. Zu einem Klavierlehrer zu fahren, wird wohl aus Zeitgründen nicht klappen. Ich muss ja noch meine Übungen machen...

Dein ‚ehemals’ loses Knochenstück macht dir ganz schon zu schaffen...
Ich bin auch gespannt, was bei mir nächstes Jahr noch an Handicaps übrig bleibt.

Der Muskelaufbau nach der Metallentnahme ging jetzt nicht so schnell voran, wie ich dachte. War alles ziemlich wabbelig und schmerzhaft.
Ich bin jetzt nach 9 Wochen mit Dehnung, Schmerzen, Stabilität erst wieder wie vor OP. Nach zwei Wochen habe ich ja wieder gearbeitet...
Manches viel besser manches gerade so. War ja bis vor 2 Wochen alles zu, wegen Corona. Fahrradfahren hat man
Mir noch abgeraten, bis 12 Wochen, da die Schraubenlöcher erst wieder zuwachsen sollen, wegen Sturzgefahr und Bruchgefahr. Ergometer habe ich noch keinen, steht aber auf der Wunschliste für den Herbst (ich erkälte mich sofort, wenn ich Fahrradfahre, wenn es kälter ist)

Ich habe auch keine Lust mehr, 40 Minuten ins Rehazentrum zu fahren, um dort an die Geräte zu gehen. Alles zusätzlich zur Arbeit.
Irgendwie ist die Luft raus... und ich bin abends einfach müde.

Außerdem muss ich immer noch aufpassen, wenn ich mehrere Tage hintereinander länger Einkaufen gehe, spazieren gehe, lange Hausarbeit mache. Dann ist das Bein dauerhaft geschwollen, schmerzhaft und nicht belastbar.
Dann hilft nur ein Tag zuhause und Faszien freimachen beim Physio.

Physiotermine sind auch viel länger im Vorraus zu planen, da jetzt viel mehr Menschen Probleme mit dem Bewegungsapparat bekommen, weil sie sich im LockDown weniger bewegt haben. Die Physiopraxen sind voll. Rezept bekommt man nach 1 1/2 Jahren auch schwerer.
Ich bin aber überzeugt, dass ich da noch eine Weile intensiv dran bleiben muss, um wieder einigermaßen gesund zu werden.
Wenn ich einen stehenden Beruf hätte, wäre ich noch nicht wieder voll berufsfähig.

Ich fange nächste Woche mit dem Fahrradfahren an. Ich bin seit 20 Jahren nicht mehr vom Fahrrad gefallen...
Schwimmen im Freibad geht ja jetzt auch wieder, das hätte ich schon vor mind. 4 Wochen gebraucht.

Dann wird das auch schnell besser mit der Muskulatur.

Fürs Bouldern als Vorübung hat mir der Physio noch Sprungübungen auf ein Bein auf eine wackelige Unterlage (habe ich auch zuhause) empfohlen, wegen der Matten beim Bouldern. Wobei ich eigentlich nicht vorhabe schwere Boulder zu machen, bei denen ich ggf. Abspringen muss oder fallen kann. Ich mach die Übung trotzdem, sie macht wenigstens Spass.

In drei Wochen fange ich wieder an. Mein Mann wird mich beim ersten Mal Spotten, damit ich die Angst überwinde. Und natürlich ganz einfache Griffe, bei denen ich 100% ig nicht falle oder abspringen muss, sondern über die ‚Mauer’ steige und an einer Leiter wieder herunter steige.
Meine Rückenprobleme, die ich vor dem Bouldern hatte, sind nach 1,5 Jahren ohne richtigen Sport voll zurück, deshalb probiere ich es mit dem Bouldern wieder. Ich werde wahrscheinlich mittelfristig nur noch leichte Routen machen, damit ich einfach 1 Stunde Durchdehnen mit Spass habe. Mal sehen.

Viel Spaß beim Klavierspielen und halte weiter durch!
Der Sommer ist da, da ist sowieso alles viel schöner :D

Liebe Grüße
Limone

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 21 Gäste